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Jetzt stehe ich doch hier in Berlin, ich möchte nur nach Hause, denn es ist schon spät und was tue ich? Ich warte mit den anderen Fahrgästen auf 120 Fußball-Fans aus Cottbus. Klasse! Und ich hatte mich schon über die Anwesenheit der Bundespolizei auf dem Bahnsteig gewundert, aber die sind da wohl nicht umsonst… .

Gestern nun musste ich mich von meinen Gastgebern in Madrid verabschieden, um meine Reise nach Sevilla anzutreten. Das hieß, sich mit dem spanischen Schienenverkehr in Form des Unternehmens Renfe sowie den Gepflogenheiten in spanischen Bahnhöfen vertraut zu machen.

Natürlich fragt sich nun die verehrte Leserschaft, was an spanischen Bahnhöfen so besonders sein soll. Es begann schon mit der Zwischenlagerung meines Gepäcks in einem Schließfach. In Deutschland würde man sein Gepäck einfach wegschließen, in Spanien muss das Gepäck allerdings vorher durchleuchtet werden. Die verehrten Leserinnen und Leser irren nicht, wenn sie bei dieser Schilderung an die Kontrollen im Flughafen denken, genau so (außer Körperkontrolle) erfolgt die Kontrolle bei den Schließfächern in spanischen Bahnhöfen auch. Bevor man dann schließlich zu den Zügen darf, ist auch eine Kontrolle des Gepäcks notwendig, außerdem kommt man nur auf den Bahnsteig, von dem aus auch der gebuchte Zug fährt. In Spanien ähnelt also auch das Einsteigen in den Zug den Gepflogenheiten, um genau zu sein dem Boarding, im Flughafen.

Der Zug selbst war, wenn ich dies richtig erkannt habe, ein französischer Hochgeschwindigkeitszug. Aber Renfe unterhält auch ICEs der dritten Generation sowie Eigenentwicklungen. Wir hatten genau einen Stopp auf unserer Fahrt und fuhren ca. 5 Minuten eher als geplant im Zielbahnhof in Sevilla ein.

Vom Bahnhof aus nahm ich dann ein Taxi. Der Taxifahrer machte mir aber klar, dass ich ein kleines Stück zu Fuß gehen müsse, da der Bereich, in dem mein Hostel liegt, eine reine Fußgängerzone ist. Als ich dort ankam, wusste ich auch warum: die Straßen, na ja, eher Gassen sind so eng, dass meistens auch nur 2 Personen, wenn nicht nur eine nebeneinander passen.

Gestern Abend machte ich dann noch einen längeren Spaziergang (ca. 4 km) durch Sevilla und probierte mich auch in der Nutzung der lokalen öffentlichen Verkehrsmittel (Bus), die ich wohl bis Donnerstag häufiger nutzen werde. 😉

Adiós!

Der Titel ist ein Zugeständnis an den gestrigen Abend und den körperlichen Zustand in dem meine Freunde und ich mich befanden.

Aber wer würde es einem verübeln, nach so viel Bewegung:

Schon der Einstieg in den Abend verlief feucht fröhlich. Wir kamen bei einem Freund eines Freundes unter, genau an der Grenze zwischen Berlin Mitte und Kreuzberg. Nach dem obligatorischen Bier gab es Havanah Club mit Cola in Biergläsern. So “gestärkt” ging es dann zum Konzert. Das war, wie schon gesagt, sehr schweißtreibend.

Danach ging es in eine plüschige Bar, in der wir erfolgreich den wohlverdienten Schlaf nach hinten schoben.

Am nächsten Tag, sprich heute,  ging es wieder mit der Bahn zurück, die sich mal wieder als Logistikunternehmen profilieren durfte. Worin aber der überragende Kundennutzen lag, als ich 2 Stunden lang auf einem Bahnhof auf meine Weiterfahrt warten musste, ist mir bisher noch schleierhaft. Dafür habe ich 2 Leute kennengelernt, ist ja auch was.

Abschließend…

möchte ich noch 2 Links weiterleiten. Sehr interessant ist dieser Vortrag von Daniele Ganser über die NATO Geheimarmeen. Der Zweite Link befasst sich mit einem deutschen Schauspieler und “seinen Weg in die Politik”.

Vellocet Club

A blog not only about my time in Sweden and Мiнск but also about the things I am concerned about.

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