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Richard David Precht, Philosoph, Publizist, Frauenversteher und Fußballexperte zeigt in einem Interview auf tagesschau.de, und das ist meine ganz persönliche Meinung, dass ein Philosophiestudium nicht vor Abgeschmacktheit, Buntfärberei und Einfältigkeit bewahrt. Ich muss annehmen, dass dieser Artikel und deren Verfasser den gemeinen Leser von tagesschau.de, der scheinbar intern ebenso attributiert wird, nicht überfordern wollten. Gut das die Kommentare zeigen (von denen keiner aus der Feder des seinen Leserinnen und Lesern sehr verbundenen Autor stammt), dass die Attributierung nicht vollständig treffend ist!

Aber zur Sache: Eine der Hauptaussagen des Herrn Precht ist doch, dass mit dem deutschen Fußball-Patriotismus wieder ein adäquater Patriotismus in die Gesellschaft gefunden hat, ein Patriotismus, der alle umarmt und niemanden ausgrenzt. Leider hat Herr Precht diese Einschätzung wohl bei einem Fußball-Event in seinem privaten Garten gewonnen, wird er doch von Studien, auf die in einem Artikel auf Zeit.de verwiesen wird, Lügen gestraft, die ein deutlich abweichendes Bild zeichnen. In den Studien heißt es, dass viele Fußballspiele der Nationalmannschaft dazu nutzen ihren persönlichen Chauvinismus auszuleben. Ich weiß ja nicht, was daran positiv sein soll.

Ich bin ja persönlich sowieso der Meinung, dass der Fußball-Patriotismus eher was für einfach gestrickte Personen ist: Auf dem Platz finden sich Elemente aus dem täglichen Leben wieder, es wird aber keiner Umgebracht und am Ende ist eh der Schiedsrichter schuld. So einfach ist das. Die Komplexität von Deutschlands facettenreicher Geschichte (im Guten wie im Schlechten) wird daher solchen Personen verschlossen bleiben, denn die Deutsche Geschichte kann man nicht einfach gut finden und darauf uneingeschränkt stolz sein.

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Wer immer noch nicht verstanden hat, warum mir die schei*** Fußball-Euphorie zum Hals raushengt und mich zu wütenden Hasstiraden treibt, der darf sich gerne diesen Artikel auf Zeit-Online zum Gemüte führen.

Was für ein armes Land ist Deutschland. Die viele Jahrhunderte währende Geschichte mit seinen Höhen und Tiefen vergessen. Nur die Weltmeisterschaften bleiben, sind leichter zu erklären als die wechselvolle Geschichte. Gründe, ein patriotisches Gefühl zu entwickeln, gibt es nur noch alle zwei Jahre im Wechsel der großen Meisterschaften des Fußballsports. Dann werden Fahnen sichtbar, erst dann wird eine Verbindung zu dem Land aufgebaut, um das  sich vorher wenig geschert wurde. Eine viele Jahrhunderte währende Geschichte reduziert auf die Zusammenkunft zum Fußballfest. Eine Geschichte zusammen gestaucht in einen 2-Jahres-Rhythmus. Nur weil es herausfordernder ist, die eigentlich Geschichte zu verstehen, zu erklären und zu akzeptieren?

Je mehr Fahnen umso besser, und viel Wind! Das Ziel sind 20 und mehr Liter pro 100 km bei Überlandfahrt! Reichtum lässt sich nicht nur mit geistigem Maße messen:

Deutschland, reiches Vaterland!
Auf das der mit Fahne dreimal tankt!

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