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…meiner Arbeit und meinen Studenten möchte ich da dieser Stelle auch abgeben. Die Arbeit bereitet mir sehr viel Spaß und auch meine Studenten bleiben trotz der widrigen Umstände meiner Vorlesung treu.

Widrige Umstände bedeutet in diesem Falle, dass ich drei Mal pro Woche jeweils um 19 Uhr (und schließe, zum Ärger der hier Angestellten, die meinen Vorlesungs- und Unterrichtsraum schließen müssen, um 20.30) und am Samstag um 14.30 Uhr beginne. Die Samstagsvorlesung habe ich im Übrigen entschärft, die geht nur noch 45 Minuten (weswegen die Angestellten nun bis 20.30 Uhr statt 20.20 Uhr ausharren müssen). Es gibt 2 Vorlesungen und 2 Übungen, die am Dienstag (Vorlesung), Donnerstag (Übung), Freitag (Übung, dann Vorlesung) und eben Samstag (Vorlesung) stattfinden.

Ich denke, es kann sich jeder der wertgeschätzten Leser vorstellen, in welcher Hinsicht die Motivation meiner Studenten modifiziert wird, wenn wir am Abend die Vorlesung bestreiten. Nichtsdestotrotz werden Fragen gestellt und außerdem sind die Studenten ja überhaupt da. Bei einer freiwilligen Veranstaltung wie die meine, würde ich es meinen Studenten nicht verübeln, wenn sie besseres zu tun fänden und damit vorliebnehmen würden.

Einige Kompromisse hinsichtlich der Sprache bin ich allerdings eingegangen:

  1. Die Vorlesung wird zwar komplett in Deutsch gehalten, die wichtigsten Punkte aber nochmal auf Englisch erläutert.
  2. Frage können in der Vorlesung auch auf Englisch gestellt werden, ich übersetze die Fragen dann ist Deutsche.
  3. Die Übung findet in Englisch mit deutschsprachigen Folien statt.
  4. Im individuellen Gespräch mit meinen Studenten während der Übung nutze ich entweder Englisch oder Deutsch.

Ansonsten merkt man in mancher Hinsicht den Unterschied zwischen einer mathematischen und einer Informatik-Ausbildung. Es gibt bestimmte Probleme die Informatiker interessieren und die für Informatiker wichtig sind, die bei der mathematischen Ausbildung einfach keine Rolle spielen. Nehmen wir z.B. das Philosophenproblem (kurz und auch für Nicht-Informatiker geeignet).  Das Problem veranschaulicht sehr deutlich was zu beachten ist, wenn mehrere Prozesse gleichzeitig auf mehrere Ressourcen zugreifen wollen. Aber meinen Studenten war das Problem nicht bekannt. In Anbetracht der Tatsache, dass Absolventen dieser Fakultät sich auch oft als Software-Entwickler verdingen, kann wahrscheinlich allein schon die Kenntnis des Problems einiges Ungemach ersparen.

Darüber hinaus hat es natürlich seine Vor- und Nachteile vor vorgebildeten Publikum, wie es meine Studenten nun einmal sind, zu sprechen. Auf der einen Seite muss ich nicht jede Kleinigkeit, die mir schon in Fleisch und Blut übergegangen ist, erläutern. Auf der anderen Seite erhebt es natürlich einen gewissen Anspruch an meine Vorlesung, denn wenn ich nicht aufpasse, dann werden mir einige (auch schon aufgrund der zeitlichen Rahmenbedingungen) auf ihren Plätzen einschlafen.

Sehr gut kommt im Übrigen meine kleine Musikvideoschau am Ende der Woche an. Ich suche mir dazu immer ein Musikvideo mehr oder minder bekannter deutscher Bands aus und spiele dies am Schluss der letzten Vorlesung einer jeden Woche ab. Danach gibt es, wenn die Zeit es zulässt noch eine kleine Diskussion, die dem Verständnis des Videos zu Gute kommen soll.

пока

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Am letzten Freitag traf ich bereits früher am Bahnhof ein, da die Straßenbahnen zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr so oft fuhren. Ich las Krieg und Frieden und wartete darauf, dass meine Freundin mit dem Zug eintrifft. Auf dem Bahnsteig gegenüber trat Qualm aus dem metallenen Müllcontainer, wie man sie von der Bahn und ihren Bahnhöfen kennt. Nach kurzer Zurückhaltung rief ich dann doch die Feuerwehr an, sicher ist sicher.

Fünf Minuten später traten zwei Beamte der Polizei mit einem Feuerlöscher bewaffnet an Müllcontainer heran, der schon gar nicht mehr so sehr qualmte und versuchten sich als Brandspezialisten.  Ein Kollege schlug auf den Auslöseknopf und hielt die Löschpistole in den Müllcontainer. Das wiederholte der Beamte bestimmt drei Mal, bevor er sich auf die Suche nach einem neuen Feuerlöscher begab, während sein Kollege von der Bundespolizei die Stellung hielt. Ich wollte schon fragen, ob da noch Neuruppin auf dem Feuerlöscher steht, wollte mir die Dreistigkeit dann vor der Staatsmacht doch nicht erlauben. Außerdem werden Feuerlöscher geprüft! Um so fraglicher ist, warum der Feuerlöscher nicht funktioniert hat?!

Gestern Abend ging es dann zunächst zum chinesischen Restaurant. Dort gibt ein sehr gutes Buffet-Angebot, das wir probieren wollten. Ein erster Hinweis darauf, dass es ein “gemischter” Abend wird, bot sich mir beim Anblick eines minder Bemittelten, der mit Lob-Piercing und “Todesstrafe für Kinderschänder“-T-Shirt in meiner Gegenwart weilte. Da kam wieder jedes Klischee zusammen.  Schön, dass sich der gesellschaftliche Dreck um die “Verbesserung der Gessellschaft” verdient machen will.

Nach dem Essen ging es dann schließlich zu DJ Mantu, der in dem nahe gelegenen Club auflegte. Neben den üblichen aufgepumten Prolls und Sonnenstudio-Opfern habe ich auch Bagger auf der Tanzfläche gesichtet.  Es ist schon belustigend, wenn einer neben einem seine bei der Kraftübung erlernten Bewegung zur Umsetzung einer Tanz-Performance verwendet. Im Umkreis von zwei Metern wird dann alles mit mechanischen Bewegungen im House-Rhythmus niedergeschmettert und dabei noch böse in der Gegend herum gestarrt, wenn dabei einer im Wege stand. Ich habe gehört, dass Tanzstunden ganz hilfreich sind, dann kann man auch eine Baustelle von einer Tanzfläche unterscheiden.

DJ Mantu selbst ist gut abgegangen, nur konnte ich leider seiner Musik-Auswahl nicht so sehr folgen, wie ich mir das gewünscht hätte. Das schlimmste waren diese gehousten Interpretationen von richtig coolen Liedern. Von denen wurde dann der Refrain angespielt und, sobald die Stimmung am Siedepunkt war, durch einen stumpfen House-Beat ersetzt. Ich hatte sogar einmal das Gefühl zwei Lieder mit unterschiedlichem Refrain aber gleichen Beat zu hören. Wer sich auch immer diese Scheiße ausgedacht hat… FAIL! Es gibt sehr schöne, melodische House-Stücke, die richtig Spaß machen und ohne den Diebstahl von Refrains bereits bekannter Lieder auskommen. Aber von der Sorte habe ich gestern vielleicht drei gehört (dabei nehme ich an, dass ich ein Lied aus Versehen überhört habe). Alles in allem war DJ Mantu höchstens Mittelmaß. Dabei halte ich ihm schon zu gute, dass er einen sympatischen Eindruck machte, obwohl er es geschafft hat, jedes geile Lied, was er angespielt hat, ordentlich zu housen, also auf gut Deutsch, zu versauen.

Ein neuer Retter den Tanzfläche hat sich im übrigen, zumindest in dem Club, auch etabliert, Paul Kalkbrenner. Was ich aber überhaupt nicht verstehe, warum es bisher immer das Lied Sky and Sand sein muss, um die Leute auf der Tanzfläche zu halten. Zugegeben, es handelt sich dabei um ein wunderbares Stück, aber im Club? Ich will doch auf der Tanzfläche nicht einschlafen!

[1] Beschreibung von Feuerlöschern der FFW Niederlungwitz

…Wochenende ist nun beinahe zu Ende und ab nächsten Sonntag werde ich wieder in Deutschland zu finden sein.

Am Freitag ging es nach Söder, Leute treffen, erzählen, Bierchen trinken, wie üblich (…äußerst interessant und lustig).

Gestern kam dann noch unverhofft ein  Anruf von Pia, Geburtstagsparty in Bagarmossen, mit Schlager und Finnen. 😀 Da konnte ich nicht Nein sagen, war es doch das letzte Mal schon äußerst interessant.

Und so stand der ganze Abend im Zeichen der Musik. Dank Youtube stand eine geeignete Plattform zur Verfügung, um auf die ganzen musikalischen Erzeugnisse der jeweiligen Länder zuzugreifen. Zunächst aber hier (nochmal) der Link zum diesjährigen Beitrag Schwedens für den Eurovision Song Contest. Ansonsten ging es musikalisch querbeet durch die 90er, so kam es mir jedenfalls vor. Hit des Abends war ein finnischer Titel, na ja, ich war zumindest gezwungen diesen mehrere Male zu konsumieren. Glücklicherweise hatte ich Kopfhörer und Handy mit dabei, so dass ich dem Ohrwurm entgegenwirken konnte. Ein deutliches Zeichen dafür, das musikalische Fehlentwicklungen auch vor anderen Ländern keinen Halt gemacht haben.

Da dies eigentlich eine Geburtstagsfeier war, gab es auch Kuchen. Etwas neues war für mich Brotkuchen, das waren gestern Weißbrotschichten mit Schrimps und Lachs. Sehr sehr lecker, mit reichlich Majo.

Dabei fällt mir ein, dass ich schon lange nichts mehr über das Wetter gesagt habe. Es liegt Schnee, aber der Frühling versucht schon hier und da das Zepter zu übernehmen.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern einen erholsamen Sonntag und einen guten Start in die Woche!

Bis denne!!! Hej då!!!

Vellocet Club

A blog not only about my time in Sweden and Мiнск but also about the things I am concerned about.

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