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Letzte Woche nun verbrachte ich endlich auch mal eine Woche Urlaub mit meiner Freundin. Ziel des Urlaubs waren die Städte Helsinki, Tallinn, Berlin und ein kleines Dorf nahe Wels (Oberösterreich). Bis auf Berlin und Tallinn flogen wir zu den genannten Städten, wobei Berlin (genauer Flughafen Berlin-Tegel) als unser Drehkreuz diente. Berlin erreichten wir mit der Bahn und Tallinn mit der Fähre, aber nun der Reihe nach.

Unser erstes Ziel war Helsinki. Helsinki ist eine sehr schöne skandinavische Stadt, die mich mit ihren Felsen stark an Stockholm erinnerte. Da wir ein Hotel nahe des Zentrums gebucht hatten, waren alle wichtigen Sehenswürdigkeiten leicht zu Fuß zu erreichen und auch das Wetter spielte mit, das uns mit 20°C und leichtem Wind begrüßte. Am zweiten Tag besuchten wir die Festungsinsel Suomenlinna, das übersetzt Finnenburg bedeutet, aber auf Schwedisch als Sveaborg (Schwedenburg) bezeichnet wird. 😀 Die Insel ist mit der öffentlichen Fähre regelmäßig (ist ein eigener Stadtteil von Helsinki) gegen ein kleines Entgelt zu erreichen. Die Fahrt dauert nur ca. 15 bis 20 Minuten und lohnt sich allemal, da die Insel an sich sehr schön ist und eine Reihe interessanter Museen beherbergt. Ich war mit mir nach dem obligatorischen Besuch des Museumsuboots Vesikko jedenfalls im Reinen. 😀

Am dritten Tag ging es dann mit der Fähre nach Tallinn. Wir hatten den Eindruck, dass viele Finnen die Überfahrt nutzen, um sich mit preiswerterem Alkohol einzudecken, denn Alkohol wird in Finnland staatlich geregelt über Alkos vertrieben. Tallinn ist eine Stadt, deren Besuch ich jedem nur wärmstes empfehlen kann. Die Altstadt ist sehr schön und kann aufgrund ihrer Größe leicht zu Fuß erkundet werden. Die vielen tollen Bars und Restaurants laden (zu vernünftigen Preisen) zum Verweilen ein. Wir sind allerdings nach unserer Altstadt-Tour zum allseits bekannten Lido gegangen und  haben danach noch einen Film geguckt (Filme werden in Estland nicht synchronisiert), um schließlich den Abend in einer coolen Bierkneipe zu beenden.

Am nächsten Tag ging es dann auch wieder zurück nach Helsinki, nachdem wir in Tallinn noch den Kulturpfad abgelaufen (2 km) und einen Markt besucht hatten. Unseren letzten Tag in Helsinki verbrachten wir im Stadt-Museum (Eintritt frei) bevor es dann auch wieder nach Berlin zurück ging. Abschließend möchte ich zu diesem Teil des Urlaubs sagen, dass ich eine Reise nach Tallinn nur empfehlen kann, wir wären auch gern mindestens einen Tag länger geblieben. Warum Helsinki teilweise gehyped wird kann ich dagegen nicht verstehen. Die Stadt ist nett und schön (so wie Stockholm auch), aber darüber hinaus eigentlich nur teuer (Döner-Index: 6 €) und gerade nicht besonders cool (außer vielleicht im Winter).

In Berlin waren wir in einem sehr schönen Bungalow (ist eigentlich schon eine Beleidigung für diese edle Behausung) in Pankow untergebracht. In der Stadt selbst besuchten wir das Naturkunde (und die Sonderausstellung Federflug) und das Beate Uhse Museum. Der Brachiosaurus des Naturkundemuseum führte mich zurück in meine Kindertage, als ich das Skelett das erste und bis dato letzte Mal gesehen hatte. Auch die Sonderausstellung war sehr sehenswert, allerdings ließ die Geduld meiner Freundin keinen detaillierteren und längeren Aufenthalt im Museum zu (das nächste Mal schleiche ich mich in eine Kindergruppe – die  werden nie erkennen das ich nicht dazugehöre!). Das Erotikmuseum war eher entäuschend. Das einzige was ich dort gelernt habe ist, dass man früher mindestens so anzüglich (ok – schmutzig) wie heute den Akt in Szene setzen konnte. Der einzige Unterschied scheint nur die Nutzung von Bewegtbildern zu sein. Allerdings war das ganze Museum auf einer Etage beherbergt (ich hatte mindestens 2 erwartet), so dass sich im Museum nur Stücke einiger ausgewählter Epochen und Regionen gezeigt werden konnten (ich denke das Angebot ist reichhaltiger). Es drängte sich dann schließlich doch der Verdacht auf, dass die Besucher zu zusätzlichen Einkäufen im obligatorischen Beate Uhse Shop er angeregt werden sollten.

Von Berlin ging es dann schließlich für die letzten zwei Tage in die Nähe von Linz. Dorthin brachte uns NIKI in einem Embraer 190 des brasilianischen Flugzeugbauers Embraer. Niki Lauda leiht sogar seine Stimme der Sicherheitsanweisung. In dem genannten Flugzeug machten wir auch unsere erste (unangenehme) Erfahrung mit dem Durchflug einer Wirbelschleppe. Ich kann sagen, es hat ganz schön geknallt und auch einen Teil meines Kaffees musste ich verloren geben. Wir landeten aber schließlich sicher in Linz. Ansonsten kann ich NIKI nicht empfehlen, die haben nur die Presse Österreichs im Angebot. 😀 Mit unseren Gastgebern haben wir uns sehr gut verstanden und wir kamen auch in den Genuss einiger lokaler Genussmittel, wie Linzer Schnitte, Zipfel (ein Märzen) und Most, um nur einiges zu nennen. Ansonsten haben wir in Österreich mit einem Bergzoo-Besuch, einer kleinen Fahrradrunde und einem gemütlichen Grillen unseren Urlaub ausklingen lassen. Der Rückflug war dann nochmal spannend, denn das ungemütliche Ruckeln der Maschine verschob den Getränkeausschank. Schließlich sind wir aber auch wieder heile in Berlin gelandet, um einiges an Erfahrung reicher und natürlich gesund zu Hause angekommen.

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So oder so ähnlich könnte vielleicht der Spruch auf dem Belarussischen Staatlichen Museum des Großen Vaterländischen Krieges (белорусскй государственный музей истории великой отечественной воины) übersetzt werden, das ich letzte Woche besucht hatte.

Belarussischen Staatlichen Museum des Großen Vaterländischen Krieges

Ein paar meiner Studenten haben mich als Dolmetscher begleitet und standen mir auch als Übersetzer zur Seite. Die Ausstellung ist in kleine Abschnitte unterteilt, die jeweils einen anderen Aspekt des 2. Weltkrieges betrachten. Man findet sehr viel Kopien der Originale, so dass ich zumindest die Einleitung zum Armeebefehl für die Operation Barbarossa und einige andere Materialien selbstständig lesen konnte (Im übrigen habe ich keine Fotos aus dem Museum – ich war knauserig und wollte die 0,20 € zusätzlich nicht zahlen :-D).

Das Museum war überreichlich mit sowjetischen Propagandamaterial gefüllt, was wohl aber nicht allein der Aufklärung dient. Laut einiger Aussagen, hat man das Museum quasi unverändert aus der sowjetischen Zeit in den Postkommunismus übernommen, ohne an der bestehenden Ausstellung viel zu ändern. Dazu passt auch ganz aktuell ein Foto, dass ich an dieser Stelle mit einschieben möchte. Man hat dem Lenin, damit es ihm auch ein wenig heimelig wird, einen Weihnachtsbaum vor die Nase gepflanzt, richtig stilecht, mit einem roten! Stern auf der Spitze (ob er sich darüber freuen würde, mag bezweifelt werden). Kleiner Hinweis: Lenin ist rechts auf der halben Höhe des Baumes zu sehen. Wenn die Weißrussen eins in den letzten Jahren geschafft haben, dann ist es das Alte mit dem Alten in vorzüglicher Weise zu verbinden (ob sie es nun so gewollt haben oder nicht) – meine Hochachtung!

Was uns an dem Museum dann doch überrascht hat (sowohl meine Studenten als auch mich), dass wir dort eine Kleine unscheinbare Ausstellung von Plakaten gegen die Todesstrafe, die es in Weißrussland immer noch gibt, gefunden haben. Ich vermutete, dass die Administration wohl gar nicht wissen könne, was für Plakate da hängen, da ja alle Plakate auf Englisch sind! 😀

Außerdem wurden in der letzten Woche die Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im Dezember im Palast der Republik (joa, heißt hier auch so…) zugelassen. Die Kulisse dazu sah womöglich in etwa so aus:

Oder, wenn die Herrschaften auf einen anderen Bereich des selben Platzes geschaut haben, so:

Diese Bilder habe ich aufgenommen, bevor ich in’s Museum gegangen bin (ja, ich war mal wieder zu früh).  Also, ich darf die Steuerzahler in Europa beruhigen, es wird nur der Junior Eurovision Song Contest bezahlt, zusätzliche finanzielle Hilfen für Weißrussland müssen aufgrund des fehlenden Wahlkampfes nicht geleistet werden.

Aber was habe ich da heute noch entdeckt; eine von den unzähligen Werbewänden verkündet die anstehende Wahl:

Auf dem Plakat steht zunächst links, dass am 19 Dezember die Wahl des Präsidenten Weißrusslands stattfindet. Am unteren Rand steht Der Sieg liegt in unseren Händen! (Победа в наших руках!) und auf dem T-Shirt Der Sieg liegt in unserem Herzen! (Победа в наших сердцах!). So langsam scheint sich der Verdacht übermäßigen Drogenkonsums doch zur Gewissheit zu erhärten. Was soll das auf dem Plakat denn bitteschön heißen oder bedeuten?!!!

Im Übrigen hat sich das Erlernen des russischen Tastaturlayouts als vorteilhaft herausgestellt. Nun kann ich die ganzen russischen Texte bei Google eintippen, wo mir dann eine Übersetzung zur Verfügung steht. Gut, das eintippen dauert natürlich noch seine Zeit, muss ich doch oft noch ein wenig nachdenken, welchen Finger ich als nächstes zu bewegen habe. Aber die Buchstaben des kyrillischen Alphabets habe ich schon raus, so dass ich im Zehnfingersystem schreiben kann. 😎

До свидания!

Gestern war ich mit einem Freund und seinem Freund bei der Stalin-Linie.

Als Stalin-Linie bezeichnet man eine Reihe von Verteidigungsanlagen, die ab Ende der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts errichtet wurden.

Dazu wurde ein Vielzahl unterschiedlicher Bunkerkonstruktionen nicht verbauten Zustand gezeigt. Auch das entsprechende Pionier-Gerät wurde gezeigt, mit denen Gräben ausgehoben und die Stellungen für die Bunker errichtet werden konnten.

Ein Highlight war für mich die MIG-25 Foxbat (Bild ist verlinkt). Ein riesiges Mach 3 schnelles Flugzeug, das mit riesigen Lufteinlässen und noch größeren Nachbrennern das Technikherz höher schlagen ließ.

Nach eigener Aussage ist das gesamte ausgestellte technische Gerät voll Funktionsfähig. Bei einigen Fahrzeugen sah aber der Fahrerraum derart ausgeschlachtet aus, dass man daran auch zweifeln mochte. Nichtsdestotrotz haben wir die Funktionstüchtigkeit einiger Exponate erprobt, hauptsächlich der FlaKs.

So setzten wir uns auf die vorhandenen Sitzschalen und kurbelten fleißig bis wir einmal rundherum bzw. das Rohr einmal vollständig gesenkt und wieder angestellt hatten. Das galt nicht nur dem Spaß an der Kurbelei, es wurde einem auch schnell wieder warm, was uns das eisige Wetter dann etwas erträglicher machte.

Auch auf so manchen Panzer sind wir geklettert und haben von dort aus die Aussicht genossen. Ich muss dazu sagen, dass die Fahrzeuge/Panzer nicht eingerüstet waren, man musste also schon selbst hoch klettern.

Auch eine Катюша  (Katjuscha), besser bekannt als Stalinorgel (Bild ist verlinkt), hat es in die Ausstellung geschafft, wobei wir, sprich der verehrte Leser und ich, dann auch schon am letzten Punkt angekommen wären.

Wie unschwer auf den Foto zu erkennen ist, hat Stalin an seiner Linie einen Ehrenplatz erhalten. Ich weiß nicht ob es für die außerordentliche Toleranz in Weißrussland, den Erfolg der sowjetischen Propaganda oder für den Erfolg halluzinogener Drogen spricht, dass man einem Massenmörder ein Denkmal setzt, aber da waren auf ein paar Leute auf ‘nem echt guten Trip. Ich tippe auf die letzten beiden Punkte, denn meine weißrussischen Begleiter konnten daran ebenfalls nichts anständiges finden, um ehrlich zu sein haben sie mich sogar zuerst darauf hingewiesen, dass sie damit nicht einverstanden sind! Also einige Leute sind in diesem Land noch nicht im Hier und Jetzt angekommen.

Nun möchte ich noch einmal ein paar Worte über den Ausflug nach Dudutki verlieren. Wie auf der verlinkten Website beschrieben wird, liegt Dudutki außerhalb von Minsk, so dass ein kleine Busfahrt anfällt. Die Busfahrt ist auch gar nicht so schlecht, denn so hatten wir Gelegenheit auch etwas vom Lande zu sehen.

Die meisten Häuser oder überdachten Konstruktionen geben zu verstehen, dass die Bewohner froh sind, überhaupt ein Dach über den Kopf zu haben. Besonders interessant waren die Wohnhäuser, die aus den von Plattenbauten her bekannten Platten konstruiert wurde, quasi Mini-Plattenbauten.

Angekommen bei Dudutki, wurden wir von einer Windmühle, einer neuen orthodoxen Kirche und dem Dorf selbst begrüßt.

Nach dem Kartenkauf ging es erst einmal zu den Tieren (sieht man Stadtbewohner ja so selten). Davon hat Dudutki reichlich zu bieten. Verschieden Vogelarten, Schweine, Kühe, Schaafe, Pferde und Esel. Im Nachhinein muss ich sagen, dass neben dem Getränk (komme ich später noch drauf zurück) die Tiere noch das Interessanteste waren.

Ein wenig Technik gab es auch zu bestaunen, die aus einer Handvoll Fahrzeugen verschiedener Fahrzeuge bestand.

Nach einem kurzen Trip in das nahe gelegene Dorf (ca. 500m), bei wir uns entschieden haben, den weiter außerhalb liegenden Teil von Dudutki nicht zu besuchen, gingen wir zur orthodoxen Kirche. In die Kirche rein bin dann (aus unerfindlichen Gründen) nur ich. Es wurde gesungen und auch ein Pope versah sein Handwerk.

Nach der Kirche ging es dann schließlich zu den Souvenir-Läden. Die waren, wer hätte das gedacht, auch ordentlich ausgebaut. Da gab es dann auch allerlei Handwerk zu erstehen, wie z.B. kleine Flöten. Damit wurden dann auch sogleich die kleinsten Besucher Dudutkis durch die fürsorglichen Eltern ausgerüstet. Daneben gab es dann auch endlich Trachten zu sehen…

… und lustige Hexen!

Danach kamen wir dann auch zum eigentlichen Höhepunkt, dem Samagon. Das Zeug ist eigentlich nur Scharf, mehr nicht. Aber ich kann verstehen, warum die private Produktion verboten ist. Wenn dabei was falsch läuft, erblindet man bestimmt auf der Stelle.

Auf der verlinkten Website wird ein Besuch Dudutkis dringend empfohlen. Ich würde das allerdings einschränken. Wenn man die Zeit haben sollte, kann man da ruhig mal vorbei schauen, denn es ist alles hübsch hergerichtet und auf der Busfahrt bekommt man was vom Lande zu sehen. Ansonsten hat mich der Ausflug eher enttäuscht, denn wenn ich ein ethnologische Freilichtmuseum besuche, dann verbinde ich damit auch die ein oder andere ausführliche (schriftliche) Erläuterung der Kultur in einer mir verständlichen Sprache. Aber das gibt es dort natürlich nicht. Damit kann man vielleicht einige Pauschaltouristen zufrieden stellen, aber der Bildungsbürger bleibt da doch unbefriedigt zurück. Aber wahrscheinlich ist der einzige Zweck Dudutkis sowieso nur legal Samagon zu produzieren. Da sind ein paar altertümliche Gebäude, Tiere, Windmühlen und Kirchen schon ein  ziemlicher Aufwand… .

До свидания

Wie angedeutet, waren wir am Wochenende in Göteborg, um meinen ehemaligen Arbeitskollegen Andreas zu besuchen und die Stadt zu besichtigen.

Hin ging es mit dem Stolz der größten schwedischen Eisenbahngesellschaft, dem X2000. Nach ca. 3,5 h Fahrt empfing uns Göteborg von seiner schönsten und zugleich seltensten Seite, mit Sonnenschein und gemäßigten Winden.

Wir nutzten die Zeit bis zu unserem Treffen mit Andreas, um schon ein wenig durch die Stadt zu laufen und uns ein erstes Bild von ihr zu machen. Vorbei an so manchen Gustav Adolf (ein Standbild und eine Reiterstatue), mussten wir bald feststellen, dass so manche Sehenswürdigkeit Göteborg’s  sich ganz auf das Sommergeschäft konzentriert und über die restliche Zeit geschlossen hat. Z.B. Utkiken, ein Aussichtsturm am Hafen, den die Einwohner wohl nur Lippenstift nennen, hat erst ab April geöffnet.

Am Samstag besichtigten wir dann das Design-Museum, das, wie viele andere Museen in Göteborg, für unter 25 jährige frei zu besichtigen ist. Ein nettes kleines Museum, das viele Stücke verschiedener Epochen ausstehlt, aber auch einen Besuch lohnt, wenn man nur 1,5 h Zeit zur Verfügung hat.

Auch Haga haben wir an diesem Tag besucht, ein schönes kleines und gemütliches Stadtviertel. Meiner Meinung nach ist die Innenstadt von Göteborg ansehnlicher als die Stockholms. Die große Ausnahme ist natürlich Gamla Stan, die Altstadt Stockholms hat einfach ihren ganz eigenen Reiz.

Am Abend sahen wir dann ein weiteres, äußerst schwedisches Kulturhighlight, nein Kulturphänomen. Eine Sendung zum schwedischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest. Ja richtig, eine Sendung, denn der schwedische Vorentscheid läuft über mehrere Semi-Finale und eine Second-Chance Sendung bis zum Finale des Vorentscheids.  Wir hatten die Gelegenheit uns das letzte der Semi-Finale anschauen zu dürfen und man solle sich da ja keine Illusionen machen, schon das läuft auf dem showtechnischen Niveau des Eurovision Song Contest selbst. Wie immer musste man an dem musikalischen Verständnis so mancher (dem Großteil) Kanidaten und der Zuschauer selbst verzweifeln, aber das ist nun beileibe keine schwedische Eigenheit.

Am Sonntag ging es dann mal mit dem Bus zurück, dafür waren 7 h Fahrtzeit angesetzt. Die ist der Busfahrer auch durchgefahren, etwas was mich leicht stutzig macht. Wie hoch sind denn die Lenkzeiten bei uns angesetzt? Mal von dem langen Sitzen abgesehen, hat eine solche Busfahrt auch seine Vorteile, man sieht mehr vom Land und auch einmal ein paar andere, kleinere Städte. Gegen 21 Uhr sind wir dann wieder in Stockholm angekommen.

Damit schließe ich einmal mehr meinen kleinen Bericht aus Schweden und sende die besten Grüße an die treue Leserschaft!

Bis denne!!! Hej då!!!

…und dann noch versucht die Meere zu befahren, dann ist der Untergang vorprogrammiert. Bisher hatte ich noch keine Zeit, die Seetauglichkeit von Knäckebrot einer näheren Untersuchung zu unterziehen (zu gegebenen Anlass, bei Knäckebrotüberschuss und zuviel Zeit werde ich das nachreichen), aber darum geht es ja jetzt eigentlich auch gar nicht, denn das Vasa-Museum stellt ja kein Knäcke sondern ein Schiff aus.

Dabei handelt es sich um die Vasa, ein Schiff das Anfang des 17 Jhr. auf Stapel gelegt wurde und nach 3 Jahren Bauzeit bei seiner Jungfernfahrt kenterte und dabei zwischen 30 und 40 Menschen mit in die Tiefe zog. 1961 wurde das Schiff gehoben und ist nun im dazugehörigen Museum zu besichtigen.

Das Museum ist unglaublich dunkel, da kaum Tageslicht eindringen kann. Ich vermute, dass dies dem Schiff geschuldet ist, um es besser erhalten zu können. Was dies für’s fotografieren beudetet, kann man sich vorstellen, denn mit dem kameraeigenen Blitz ist da nicht mehr viel zu machen und ohne Blitz verwackeln die Bilder leicht. Die meisten wissen ja, dass ich zwei unruhige Hände besitze, daher bitte ich die Qualität der Bilder zu entschuldigen.

Die Ausstellung an sich ist sehr schön. Man kann eine Menge Exponate und Originalteile besichtigen, wird aber dennoch nicht von ihnen erschlagen. Dazu kommt noch, dass das Museum quasi ein riesiger Raum ist, in dessen Mittelpunkt sich das Schiff befindet. So kann man in Ruhe zwischen den Exponaten hin- und her schlendern und hat dabei immer das große Original im Blick. Filme und Führungen runden das Ganze dann ab.

Irgendwas muss ich trotzdem verpasst haben, denn ich musste nochmal nachschlagen, um sicher zu gehen, dass ich verstanden habe, was denn da eigentlich passiert ist. Wahrscheinlich muss man dazu die Filme gesehen haben. 😀 Na ja, um es auf den Punkt zu bringen, eine Reihe von Fehlentscheidungen haben die Statik des Schiffes dermaßen verändert, dass es einfach umgekippt und gekentert ist. Nicht der beste Start für ein Prestigeprojekt.

Na nun denn, in Stockholm hat es heute fast den ganzen Tag geregnet oder gestürmt. Ich werde trotzdem jetzt nochmal rausgehen und den Veranstaltungsort aufsuchen, an dem Morgen mein Sprachunterricht beginnen wird, damit da ja auch nichts schief geht.

Bis denne!!! Hej då!!!

Vellocet Club

A blog not only about my time in Sweden and Мiнск but also about the things I am concerned about.

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