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Wie angedeutet, waren wir am Wochenende in Göteborg, um meinen ehemaligen Arbeitskollegen Andreas zu besuchen und die Stadt zu besichtigen.

Hin ging es mit dem Stolz der größten schwedischen Eisenbahngesellschaft, dem X2000. Nach ca. 3,5 h Fahrt empfing uns Göteborg von seiner schönsten und zugleich seltensten Seite, mit Sonnenschein und gemäßigten Winden.

Wir nutzten die Zeit bis zu unserem Treffen mit Andreas, um schon ein wenig durch die Stadt zu laufen und uns ein erstes Bild von ihr zu machen. Vorbei an so manchen Gustav Adolf (ein Standbild und eine Reiterstatue), mussten wir bald feststellen, dass so manche Sehenswürdigkeit Göteborg’s  sich ganz auf das Sommergeschäft konzentriert und über die restliche Zeit geschlossen hat. Z.B. Utkiken, ein Aussichtsturm am Hafen, den die Einwohner wohl nur Lippenstift nennen, hat erst ab April geöffnet.

Am Samstag besichtigten wir dann das Design-Museum, das, wie viele andere Museen in Göteborg, für unter 25 jährige frei zu besichtigen ist. Ein nettes kleines Museum, das viele Stücke verschiedener Epochen ausstehlt, aber auch einen Besuch lohnt, wenn man nur 1,5 h Zeit zur Verfügung hat.

Auch Haga haben wir an diesem Tag besucht, ein schönes kleines und gemütliches Stadtviertel. Meiner Meinung nach ist die Innenstadt von Göteborg ansehnlicher als die Stockholms. Die große Ausnahme ist natürlich Gamla Stan, die Altstadt Stockholms hat einfach ihren ganz eigenen Reiz.

Am Abend sahen wir dann ein weiteres, äußerst schwedisches Kulturhighlight, nein Kulturphänomen. Eine Sendung zum schwedischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest. Ja richtig, eine Sendung, denn der schwedische Vorentscheid läuft über mehrere Semi-Finale und eine Second-Chance Sendung bis zum Finale des Vorentscheids.  Wir hatten die Gelegenheit uns das letzte der Semi-Finale anschauen zu dürfen und man solle sich da ja keine Illusionen machen, schon das läuft auf dem showtechnischen Niveau des Eurovision Song Contest selbst. Wie immer musste man an dem musikalischen Verständnis so mancher (dem Großteil) Kanidaten und der Zuschauer selbst verzweifeln, aber das ist nun beileibe keine schwedische Eigenheit.

Am Sonntag ging es dann mal mit dem Bus zurück, dafür waren 7 h Fahrtzeit angesetzt. Die ist der Busfahrer auch durchgefahren, etwas was mich leicht stutzig macht. Wie hoch sind denn die Lenkzeiten bei uns angesetzt? Mal von dem langen Sitzen abgesehen, hat eine solche Busfahrt auch seine Vorteile, man sieht mehr vom Land und auch einmal ein paar andere, kleinere Städte. Gegen 21 Uhr sind wir dann wieder in Stockholm angekommen.

Damit schließe ich einmal mehr meinen kleinen Bericht aus Schweden und sende die besten Grüße an die treue Leserschaft!

Bis denne!!! Hej då!!!

Es ist schon recht spät, ich bin müde, dennoch möchte ich ein paar Eindrücke schon heute Abend\Nacht los werden.

Angefangen hat ja alles am Donnerstag, als ich am Nachmittag mit dem schwedischen ICE equivalent X2000 nach Göteborg gereist bin. Die Fahrt dauert circa 3 Stunden, genug Zeit um den damals aktuellen IHT zu studieren. Leider waren wir die ganze Zeit auf der Konferenz beschäftigt, es blieb also keine Zeit für eine Stadtbesichtigung, daher gibt es auch keine Bilder von mir von Göteborg.

Am Flughafen hat mich dann Andreas in Empfang genommen. Er ist der Artist von Imendio und damit zuständig für alles was mit Design, Werbung u.s.w. zu tun hat. Mit der wohl mit Abstand hässlichsten Straßenbahn, die ich bisher gesehen habe, ging es dann zu ihm nach Hause, wo wir (Andreas’ Freundin, Andreas und ich) dann noch ein wenig miteinander plauderten.

Andreas vor seiner Präsentation auf der FSCONS

Am nächsten Morgen ging es dann auch schon zur FSCONS, da Göteborg am Meer liegt auch per Fähre, die dort ein ganz normaler Bestandteil der öffentlichen Verkehrsmittel darstellt. Dort war am Freitag noch nicht soviel los, da die Teilnehmer erst nach und nach eintrudelten. So auch Carlos, den wir nach einer kurzen Visite bei der FSCONS (wir mussten noch Imendio-Banner und anderes Werbematerial zur Konferenz bringen, ist ja auch eine Werbeplattform)  vom Bus abgeholt haben. Zusammen ging es dann wieder zurück zur Uni, um uns mit Richard (habe leider kein Foto von ihm parat) zu treffen, einer der zwei Gründer von Imendio. Wir haben dann die Zeit genutzt, um uns über eine paar technische Sachverhalte zu unterhalten. Nachdem uns Richard verlassen hatte, nutzten wir die Chance, um am Social Event teilzunehmen, Free Beer (Flasche und Rezept sind in meinem Besitz, also heizt die Sudkessel an… 😀 ) zu trinken und uns mit den Leuten zu unterhalten, die bis dahin schon den Weg zur Konferenz gefunden hatten.

Carlos rockt die Konferent 😀

Am Samstag dann normaler Konferenzbetrieb, nebenbei blieb sogar etwas Zeit, um an Carlos’ Code zu hacken, aber dazu mehr in einem anderen Blogpost.

Gestern (gerade ist es 00:19 Uhr bei mir) war also der letzte Tag und Carlos ist erstmal zu spät zu seinem Vortrag gekommen, hat dann aber die Sache ganz souverän durchgezogen. Nach weiteren Präsentationen und der Verabschiedung von Carlos, hieß es dann auch für mich Abschied zu nehmen und Göteborg zu verlassen. Per X2000 und 3 Stunden Buch, Musik und Ruhe war ich dann wieder in Stockholm.

Bleibt mir nur noch auf ein Foto-Album zu verweisen, den Lesern wie immer einen guten und erfolgreichen Start in die neue Woche zu wünschen und meinem Bett die Ehre zu erweisen.

Gute Nacht!!! Bis denne!!! Hej då!!!

Vellocet Club

A blog not only about my time in Sweden and Мiнск but also about the things I am concerned about.

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