Nun hat der Autor dieses Blogs die Zeit rund um den Tag der Deutschen Einheit dazu genutzt, höchst selbst die Geburtsstadt Arthur Schopenhauers zu besuchen, dass er darüber ganz den Kalender vergaß: Auch dafür möchte ich mich wiederum bei meinen verehrten Leserinnen und Lesern entschuldigen und liefere sofort, was ich vergessen:

Aber bei gewissen Worten, wie da sind Recht, Freiheit, das Gute, das Seyn… u.a.m. wird dem Deutschen ganz schwindlich, er geräth alsbald in eine Art Delirium und fängt an, sich in nichtssagenden, hochtrabenden Phrasen zu ergehn, indem er die weitesten, folglich hohlsten Begriffe künstlich aneinanderreiht; statt daß er die Realität in Auge fassen und die Dinge und Verhältnisse leibhaftig anschauen sollte, aus denen jene Begriffe abstrahiert sind und die folglich ihren alleinigen wahren Inhalt ausmachen.”

Arthur Schopenhauer. Parerga und Paralipomena. Bd. 2; Kapitel 9. Zur Rechtslehre und Politik