… ist auch der Anblick schöner Gegenstände, z.B., einer schönen Aussicht, ein Gehirnphänomen. …Demnach fällt gewiß das Bild der selben Aussicht in verschiedenen Köpfen, auch bei gleicher Schärfe ihrer Augen, so verschieden aus, wie etwan der erste und letzte Abdruck einer stark gebrauchten Kupferplatte. Hierauf beruht die große Verschiedenheit der Fähigkeit zum Genusse der schönen Natur…

Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung, Bd. 2; Buch 1, Kap. 2: Zur Lehre von der anschauenden oder Verstandes-Erkenntniß.