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Heute durfte ich wieder mit dem Viehtransport (IC) nach Hause fahren – 1,5 h Stunden beengt stehend und eine halbe Stunde mit dem Rad-auf-Schiene-Sound, da die Türen zwischen den Waggons zunächst nicht geschlossen werden konnten. Besonders ärgerlich war der Zustand in dem völlig überfüllten Zug, da ich noch eine Reservierung für diesen Zug erhalten hatte.

Zu Hause angekommen ging es gleich zum DB Reisezentrum, um das Geld für die Reservierung erstatten zu lassen. Was sich so einfach anhört gestaltete sich allerdings schwieriger, da ich meine App-Ticket natürlich nicht ausgedruckt bei mir hatte. Die (wirklich) freundliche Service-Mitarbeiterin fand dann aber einen Weg, meine Erstattung auch ohne Ausdruck in die formalen Wege zu leiten. Die Bahn glaubt wohl der Verantwortung für die Schulung ihrer Mitarbeiter durch eMails entsprochen zu haben.

Nach erfolgreicher Erstattung bat ich noch um einen heißen Tipp, wie ich denn möglichst einfach meine Beschwerde bei der Bahn loswerden kann. Folgendes wurde mir dann geraten:

  1. Anrufen bringt gar nichts,
  2. Online via Twitter und Facebook,
  3. Schriftlich an das DB Reisezentrum (wird weitergeleitet) oder die Kundenbetreuung.

Facebook, das versteht sich von selbst, fällt aus. Aber tatsächlich überlege ich mir nun einen Twitter-Account anzulegen. Wenn das jeder macht, der Bahn fährt, dann sollte doch der Druck genügen, damit die Bahn das Service- und Zuverlässigkeits-Problem mal grundsätzlich angeht?

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Am 25. August 2011 gab ich in diesem Blog bekannt, dass ich mich mit der Werksausgabe Wittgensteins befassen werden. Seitdem sind mehr als eineinhalb Jahre vergangen, als ich nun schließlich mit den Vermischten Bemerkungen die Lektüre abschließen konnte.

Was ich aus dieser Lektüre mitnehme ist die kritische Auseinandersetzung mit Begriffen und deren Verwendung bzw. Bedeutung. So ist z.B. die grammatikalisch korrekte Verwendung eines Begriffs nicht zwingend logisch stichhaltig. So können Begriffe aus der euklidischen Geometrie nicht zwingend auf die physische Welt angewendet werden, da bestimmte Annahmen dann nicht mehr gelten. Ein Punkt in der euklidischen Geometrie ist eben etwas anderes als ein mit Bleistift gesetzter Punkt auf einer Zeichenfläche. Darin sah Wittgenstein wohl auch eine der Hauptaufgaben der Philosophie: Die Sprachverwendung kritisch zu hinterfragen, um die aus falscher Anwendung entstandenen Annahmen aufzuzeigen.

Bei Schopenhauer kann ich dem Vorwurf der allzu schwachen Auseinandersetzung mit dem Gelesenen damit begegnen, dass ich mich regelmäßig mit anderen Interessierten weiterhin mit dem Werk Schopenhauers auseinandersetze. Bei Wittgenstein wird das wohl so intensiv nicht der Fall sein. Ich hoffe dennoch, dass mir nicht alle Grundgedanken Wittgensteins abhanden kommen, da ich diese als durchaus wichtig empfinde.

Die verehrten Leserinnen und Leser werden hoffentlich die lange Wartezeit entschuldigen, da ich doch bereits am 5. März eine sehr ausführliche Antwort (Inhalt 442 Wörter exklusive Anrede und Schluss) auf mein Schreiben bzgl. der Ampelschaltung erhalten habe.

Zunächst ist zu sagen, dass es sich bei Ampeln um sogenannte Lichsignalanlagen handelt, deren Schaltzeiten als Umlaufzeiten bezeichnet werden. Nun zum eigentlichen Beanstandungsgrund: Die Lichtsignalanlage wird mit einer Umlaufzeit von 60 Sekunden betrieben. In der Mail hieß es dazu, dass:

[…] die Wartezeit bis zum nächsten Grün tagsüber 50 Sekunden [beträgt].

Demzufolge haben Fußgänger 10 Sekunden Zeit die Straße zu überqueren. In der Nacht wird die Lichtsignalanlage sogar nur mit einer Umlaufzeit von 40 Sekunden betrieben.

Eine Begründung, warum ich die doch recht kurze Wartezeit beanstande, wird ebenfalls geliefert:

Sicherlich empfinden Sie die im Vergleich zu anderen Lichtsignalanlagen kurze Wartezeit deshalb als unangemessen lang, weil oft kaum Fahrverkehr vorhanden ist, so dass man scheinbar unnötig wartet.

Schuld an der Tatsache, dass an einer Stelle, an der kaum Fahrverkehr herrscht, überhaupt eine Lichtsignalanlage stehen muss, haben natürlich die Autofahrer:

Lichtsignalanlagen werden nach gründlicher Prüfung in erster Linie aus Sicherheitsgründen angeordnet, wobei auch andere Optionen wie Fußgängerüberwege -“Zebrastreifen”- oder Mittelinseln untersucht werden. Ein Abbau der vorhandenen Lichtsignalanlage kommt daher nicht in Frage. Gerade an untergeordneten Knoten, deren Zufahrten dem Autofahrer optisch gleichwertig erscheinen, besteht eine nicht zu unterschätzende Unfallgefahr.

Ich schreibe natürlich keine Mail, ohne mögliche Lösungswege vorzuschlagen. Ich hatte dazu die Umlaufzeiten einer anderen Lichtsignalanlage als mögliche Alternative genannt. Da die Lichtsignalanlage  auf dem Weg zu meiner Arbeitsstätte liegt, war ich der festen Überzeugung, dass diese mit kürzeren Umlaufzeiten geschaltet wird. Wie ich aber lernen musste, werden:

[a]n der von Ihnen als Vergleich genannten Lichtsignalanlage […] genau dieselben Umlaufzeiten geschaltet. Die maximale Wartezeit ist daher bis auf wenige Sekunden Unterschied identisch.

Also, vor der nächsten Beanstandungen die Stoppuhr zücken! 😀

Das Christenthum ist die Lehre von der tiefen Verschuldung des Menschengeschlechts durch sein Daseyn selbst und dem Drange des Herzens nach Erlösung daraus, welche jedoch nur durch die schwersten Opfer und durch die Verleugnung des eignen Selbst, also durch eine gänzliche Umkehrung der menschlichen Natur erlangt werden kann.

Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung. Bd II; Viertes Buch, Kap. 48: Zur Lehre von der Verneinung des Willens zum Leben.

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