Am 28.10. ging es nach Frankfurt/Main, die Schopenhauer-Gesellschaft hatte geladen, um das 100. jährigem Bestehen der Gesellschaft zu feiern. Natürlich folgte ich der Einladung, konnte ich doch damit gleich mehrere Zwecke miteinander verbinden: (1) meinen ersten Besuch in der Main-Metropole, (2) meine erste Teilnahme als Mitglied der Gesellschaft an einer Veranstaltung und (3) die Besichtigung des Kaisersaals im Frankfurter Römer (natürlich auch zum erstem Mal).

Untergebracht waren wir in der Nähe des Bahnhofs. Am ersten Tag nutzten wir zwar noch die U-Bahn, um vom Bahnhof zum Römer bzw. zum Haus am Dom zu gelangen, doch es zeigt sich bald, das Frankfurt auch gut zu Fuss zu schaffen ist (zumindest der Bereich zwischen Bahnhof und Römer). Die Gesellschaft hatte am ersten Tag (Samstag) Vorträge und einen kleinen Stadtrundgang auf den Spuren Schopenhauers organisiert. Außerdem traf ich an diesem Tag zum ersten Mal die Mitglieder der Berliner Ortsvereinigung der Gesellschaft, an die ich mich seitdem aufgrund der räumlichen Nähe halte. Abgeschlossen wurde der Abend durch ein Abendessen, das (wohl auch aufgrund des anregenden Weines) viele interessante Gespräche bereithielt.

Am zweiten Tag, nach weiteren Vorträgen, Ehrungen und Grußworten (insbesonders interessant das Grußwort des früheren Vorsitzenden Herrn Ingenkamp) gingen wir ein wenig durch Frankfurt. Vor der EZB machten wir auch einen kleinen Abstecher durch das Zeltlager der Occupy-Frankfurt-Bewegung, deren Teilnehmer dort im friedlichen Protest gegen das System in Zelten ausharrten. Am Abend ging es dann zur Festveranstaltung in den Kaisersaal des Frankfurter Römer. In dem Saal können die Gemälde der verschiedenen deutschen Kaiser des 1. Reiches betrachtet werden. Allerdings muss ich zugeben, dass meine Kenntnisse nur für ein paar  der Kaiser reichte und diese Kenntnisse nicht dazu reichten detailierter über die abgebildeten Personen zu sprechen. Einziges Manko an diesem Abend, der musikalisch von einem sehr talentiertem Trio der Deutschen Philharmonie begleitet wurde, der Kulturdezernent der Stadt Frankfurt, der sich hätte besser mit Schopenhauer auseinandersetzen sollen, um zu wissen, dass er sich seinen Auftritt hätte sparen können, mit dem der Herr Dezernent nur die kostbare Zeit der Zuhörer gestohlen hat.

Nach dem Abschluss des Festivitäten gingen wir dann noch nach Sachsenhausen, um in einer Apfelweinwirtschaft eben einen solchen zu probieren. Man glaubt gar nicht, wie preiswert und gut man in Frankfurt essen kann, sucht man sich eben eine solche Apfelweinwirtschaft. Dazu gab es noch Eier in (kalter) grüner Sauce, die ich jedem Besucher und insbesondere meinen werten Leserinnen und Lesern nur wärmstens empfehlen kann.

Wohl bekom’s!