Gestern Abend machte ich mich noch auf dem Weg, um etwas kleines Essbares zu erstehen. Mir war so ziemlich egal was, ein Restaurant wollte ich aber vermeiden, um mein Budget nicht übermäßig zu strapazieren.

Auf meinem Streifzug durch Sevilla entdeckte ich ein Bistro überschrieben mit dem Begriff Halal. Erst wollte ich es an der Seite liegen lassen, doch die Anpreisung von Döner Kebap änderte meine Pläne und somit trat ich in’s Bistro ein.

Meine Bitte nach einem Döner wurde prompt mit der Frage erwidert: “Kommst du aus Deutschland?” Woraufhin ich mich mit einem Augenzwinkern darüber beschwerte, dass man meine Nationalität offenbar von meiner Nasenspitze ablesen könne.😀 Aber nicht meine Nase, sondern die Aussprache des Wortes Döner hatte mich schließlich verraten.

Ich habe mich dann noch ein wenig mit dem Besitzer des Geschäfts unterhalten. Der Besitzer kommt ganz ursprünglich aus Syrien. Seine Familie zog allerdings nach Deutschland (wo sie noch immer lebt), wo er dann auch für mehrere Jahre lebte, um dann nach Spanien zu gehen und Geld zu verdienen. Er sagte mir auch noch, dass er sehr gerne wieder nach Deutschland zu seiner Familie und Freunden zurückkehren würde, aber es leichter ist, in Spanien ein Geschäft zu eröffnen und sein Geld (mit Döner) zu verdienen. Angesichts dessen, dass sich die Spanier, die ich getroffen habe, über die schlechte ökonomische Lage ihres Landes besorgt zeigten und sich auch über die Schwierigkeit klagten ein Unternehmen zu gründen (bürokratisch), ist die Aussage natürlich sehr interessant.

Ansonsten sitze ich gerade in meinem Zimmer und warte darauf, dass die Außentemperatur etwas absinkt (39 °C ist dann doch etwas zu viel des Guten). Dann werde ich mir noch etwas die Altstadt von Sevilla anschauen.🙂

Adiós!