Gestern nun musste ich mich von meinen Gastgebern in Madrid verabschieden, um meine Reise nach Sevilla anzutreten. Das hieß, sich mit dem spanischen Schienenverkehr in Form des Unternehmens Renfe sowie den Gepflogenheiten in spanischen Bahnhöfen vertraut zu machen.

Natürlich fragt sich nun die verehrte Leserschaft, was an spanischen Bahnhöfen so besonders sein soll. Es begann schon mit der Zwischenlagerung meines Gepäcks in einem Schließfach. In Deutschland würde man sein Gepäck einfach wegschließen, in Spanien muss das Gepäck allerdings vorher durchleuchtet werden. Die verehrten Leserinnen und Leser irren nicht, wenn sie bei dieser Schilderung an die Kontrollen im Flughafen denken, genau so (außer Körperkontrolle) erfolgt die Kontrolle bei den Schließfächern in spanischen Bahnhöfen auch. Bevor man dann schließlich zu den Zügen darf, ist auch eine Kontrolle des Gepäcks notwendig, außerdem kommt man nur auf den Bahnsteig, von dem aus auch der gebuchte Zug fährt. In Spanien ähnelt also auch das Einsteigen in den Zug den Gepflogenheiten, um genau zu sein dem Boarding, im Flughafen.

Der Zug selbst war, wenn ich dies richtig erkannt habe, ein französischer Hochgeschwindigkeitszug. Aber Renfe unterhält auch ICEs der dritten Generation sowie Eigenentwicklungen. Wir hatten genau einen Stopp auf unserer Fahrt und fuhren ca. 5 Minuten eher als geplant im Zielbahnhof in Sevilla ein.

Vom Bahnhof aus nahm ich dann ein Taxi. Der Taxifahrer machte mir aber klar, dass ich ein kleines Stück zu Fuß gehen müsse, da der Bereich, in dem mein Hostel liegt, eine reine Fußgängerzone ist. Als ich dort ankam, wusste ich auch warum: die Straßen, na ja, eher Gassen sind so eng, dass meistens auch nur 2 Personen, wenn nicht nur eine nebeneinander passen.

Gestern Abend machte ich dann noch einen längeren Spaziergang (ca. 4 km) durch Sevilla und probierte mich auch in der Nutzung der lokalen öffentlichen Verkehrsmittel (Bus), die ich wohl bis Donnerstag häufiger nutzen werde.😉

Adiós!