An dieser Stelle darf ich den verehrten Leserinnen und Lesern die besten Wünsche für das neue Jahr 2011 aussprechen!

Dabei soll es aber nicht bleiben, will ich doch kurz über meine Rückreise aus Weißrussland berichten und damit das Kapitel vorerst abschließen.

Am 23.12.2010 bestieg ich in Minsk den Zug nach Berlin. Ich konnte allerdings nicht sofort meinen Waggon besteigen, denn diese mussten zunächst an den Zug angehangen werden. Das macht auch Sinn, spart man doch den Transport leerer Waggons von Moskau nach Minsk. Nachdem alle Sachen einigermaßen verstaut und ich meine 2 Begleiterinnen kennengelernt hatte, ging es denn auch schon bald los.

An der weißrussischen Grenze angekommen ging es an die erste Kontrolle. Glücklicherweise hatte ich noch alle nötigen Dokumente am Mann (auch die Migrationskarte, von der mir gesagt wurde, dass ich diese nicht mehr benötigen würde – da gab es dann wohl ein kleines Missverständnis…). Während nun die Grenzpolizisten die Dokumente prüften wurde die Spur des Zuges gewechselt. Wie zu erwarten war gab es keine Probleme und so konnte die Reise Richtung Polen weitergehen.

Erleichtert empfing ich die polnischen Grenzbeamten und übergab mein Reisedokument an die Grenzbeamtin. Etwas erstaunt war ich allerdings ob der Frage, welchen Zweck denn meine Reise hätte. Ich antwortete lapidar auf diese unerwartete Frage Going home… was auch sonst. Ich finde, dass europäische Grenzbeamte (und das sind die Polen ja nun mal auch) europäische Bürger (wie mich) freundlicher Begrüßen könnten (muss ja nicht gleich eine Tasse Kaffee sein).

Bis Frankfurt/Oder hatte unser Zug nun schon ca. 1 h Verspätung angesammelt und hielt dann dort auch noch außerplanmäßig lange. Also entschied ich mich in Frankfurt/Oder meinen Zug vorzeitig zu wechseln und in die Regionalbahn Richtung Heimat umzusteigen.

Wie erwartet erreichte ich meinen Zug nun denkbar knapp, ohne ein Chance rechtzeitig noch ein Ticket für die Fahrt zu lösen. So ging ich zum Zugbegleiter, der äußerst höflich auf meine Frage nach einem Fahrschein antwortete, dass ich dies auch bei ihm erstehen könne und dass es da gar kein Problem gebe und dass man überhaupt an Weihnachten kein Stress machen müsse. Für die Antwort habe ich ihm dann später noch meinen Lob ausgesprochen, da man auch anderes von Bahnangestellten gewohnt ist.

So konnte ich meine Reise gen Heimat fortsetzen, die dann auch ohne weitere Zwischenfälle erfolgte, so dass ich am Ende mit einer Stunde Verspätung auf dem heimatlichen Bahnhof eintraf.

Nun ist Weihnachten schon wieder vorbei, das neue Jahr ist eingekehrt und so langsam aber sich muss ich sehen, dass ich meine paar Brocken Russisch nicht auch noch verlerne.