Letztes Wochenende war ich zweimal hintereinander im Граффити паб-клуб (Graffiti Pub-Club), der eigentlich nur aus einem großen Raum mit Bar, u.U. kleiner Tanzfläche und genau so kleiner Bühne besteht. An den Wänden gibt es stilecht Graffitis zu bewundern, denen der Club seinen Namen verdankt. Der Club ist so klein, dass man für jede Veranstaltung Karten benötigt.

Am Samstag stiegen wir zunächst mit der Drink ‘n’ Dance Party ein. Die Tische waren auf ein Minimum reduziert, so dass genügend Fläche zum Tanzen frei blieb. Genügend ist dabei schon etwas übertrieben, denn die Tanzfläche war vielleicht 4 x 6 Meter groß. Da wurde es dann schnell sehr eng. An eine Wand wurden alte russische Filme und auch neueres Filmmaterial projiziert. Während dessen versuchten die DJs das Publikum mit einem Mix aus elektronisches und klassischem (im Sinne von Pop und Rock) in Stimmung zu bringen. Das gelang auch manchmal ganz gut, aber scheiterte dann doch wieder an den DJs selbst, als die Herrschaften sich dann selbst mehr gefeiert haben, als mal ordentliche Musik aufzulegen. Na gut, war trotzdem ein gelungener Abend, da die Aussetzer bei der Musikwahl verschmerzbar waren. Um 2 war dann die Party vorbei.

Am darauf folgenden Tag ging es nicht “erst” um 23 Uhr zum Club, sondern schon zu 19 Uhr. Diesmal waren mehr Tische aufgestellt, denn wir hatten ja auch diesmal Platzkarten. Es war also kein Platz mehr zum Tanzen vorhanden. Was ich an diesem Abend hören sollte war bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht klar und so machte ich mich ohne größere Erwartungen daran, den 4 Jungs auf der Bühne meine Aufmerksamkeit zu schenken. Wie ich im Nachhinein erfahren habe, handelt es sich bei der Band um Нагуал (Nagual) aus Weißrussland, die aber wohl schon das eine oder andere Konzert in Deutschland gespielt hatten.

Schon wenige Minuten nachdem ich die ersten Töne der Band vernommen hatte, beschlich mich leise Wehmut ob der verloren gegangenen Tanzmöglichkeit. Die Musik erinnert stark an Ska von der Tanzbarkeit her, besitzt aber genug eigene Einflüsse. Um es kurz zu machen, die Musik hat mir sehr gut gefallen und so habe ich auch gleich eine CD erstanden.

Danach ging es dann auch nach Hause.