Am Sonntag habe ich auf dem Markt Garnelen (креветки) erstanden. Garnelen sind preiswert zu haben, auf dem Markt haben sie umgerechnet 3,75 € das Kilo gekostet.

Die Zubereitung von Garnelen ist denkbar einfach. Zunächst bringt man die Garnelen wieder zurück in ihren natürlichen Lebensraum.

Normalerweise würden Garnelen bestimmt kälteres, nährstoffreiches Wasser bevorzugen, in diesem Fall ist eine bedeutend höhere Wassertemperatur durchaus angebracht. Ich habe die Garnelen ca. 15 Minuten lang kochen lassen, nur um sicher zu gehen, dass sie genug Spaß gehabt haben. Allerdings muss ich zugeben, dass mein Topf keine großen Schwimmaktivitäten der kochenden Garnelen zuließen.

Nachdem nun die Garnelen ihren Spaß im Wasser gehabt haben, kommt der Teil bei dem man nun selbst zur Tat schreiten darf. Die professionelle Zerlegung der Garnelen.

Da sich der gehaltvolle Teil der Garnele im Hinterleib versteckt, man aber ungern so einem niedlichen Tier den Schwanz abzieht, fängt man zunächst mit dem Kopf an.

Nachdem der Kopf ab ist, ist die Garnele nicht mehr so niedlich und es ist ein leichtes den Schwanz abzuziehen.

Wenn dann noch die kleinen Beinchen entfernt werden, steht dem Verzehr nichts mehr im Wege. Wie die Bilder verdeutlichen, ist mir hier bei der ersten Garnele der ganze Prozess ziemlich gut gelungen.🙂

Richtig satt war ich trotz der 300 g Garnelen dennoch nicht, hatte ich doch nicht bedacht, dass die Garnele ja mindestens die Hälfte ihres Körpergewichts durch den Verlust der verschiedenen Körperteile verliert. Das nächste Mal also mindestens 500 g!

Am Abend ging es dann mit einigen meiner Studenten in die Oper. Es wurde  die italienische Oper Tosca aufgeführt. Ich muss zugeben, dass ich hier in der staatlichen weißrussischen Oper die besten Gründe finde, auch in Deutschland häufiger in die Oper oder in’s Ballett zu gehen. Auch das gesamte Publikum wusste die Darbietung zu schätzen. Dieses Mal saß ich im Übrigen in der ersten Reihe links hinter dem Dirigenten. Da muss man schon aufpassen, sonst sticht der einem ein Auge aus oder zwei… . Besonders interessant war auch die Übersetzung des italienischen Textes in’s Russische, die auf einer Leuchttafel während der Vorführung angezeigt wurde. Die ging da bei so manchem Wort am Original vorbei, das die Übersetzung da im Italienischem Buchstaben hört, die dort meiner Meinung nach nicht existieren. Aber was soll’s, ich hab trotzdem nur unzusammenhängende Stücke verstanden, sei es im Russischen oder Italienischen.

Nächstes Woche wird es dann hoffentlich historisch. Mehr kann ich aber dazu noch nicht sagen.