Nun möchte ich noch einmal ein paar Worte über den Ausflug nach Dudutki verlieren. Wie auf der verlinkten Website beschrieben wird, liegt Dudutki außerhalb von Minsk, so dass ein kleine Busfahrt anfällt. Die Busfahrt ist auch gar nicht so schlecht, denn so hatten wir Gelegenheit auch etwas vom Lande zu sehen.

Die meisten Häuser oder überdachten Konstruktionen geben zu verstehen, dass die Bewohner froh sind, überhaupt ein Dach über den Kopf zu haben. Besonders interessant waren die Wohnhäuser, die aus den von Plattenbauten her bekannten Platten konstruiert wurde, quasi Mini-Plattenbauten.

Angekommen bei Dudutki, wurden wir von einer Windmühle, einer neuen orthodoxen Kirche und dem Dorf selbst begrüßt.

Nach dem Kartenkauf ging es erst einmal zu den Tieren (sieht man Stadtbewohner ja so selten). Davon hat Dudutki reichlich zu bieten. Verschieden Vogelarten, Schweine, Kühe, Schaafe, Pferde und Esel. Im Nachhinein muss ich sagen, dass neben dem Getränk (komme ich später noch drauf zurück) die Tiere noch das Interessanteste waren.

Ein wenig Technik gab es auch zu bestaunen, die aus einer Handvoll Fahrzeugen verschiedener Fahrzeuge bestand.

Nach einem kurzen Trip in das nahe gelegene Dorf (ca. 500m), bei wir uns entschieden haben, den weiter außerhalb liegenden Teil von Dudutki nicht zu besuchen, gingen wir zur orthodoxen Kirche. In die Kirche rein bin dann (aus unerfindlichen Gründen) nur ich. Es wurde gesungen und auch ein Pope versah sein Handwerk.

Nach der Kirche ging es dann schließlich zu den Souvenir-Läden. Die waren, wer hätte das gedacht, auch ordentlich ausgebaut. Da gab es dann auch allerlei Handwerk zu erstehen, wie z.B. kleine Flöten. Damit wurden dann auch sogleich die kleinsten Besucher Dudutkis durch die fürsorglichen Eltern ausgerüstet. Daneben gab es dann auch endlich Trachten zu sehen…

… und lustige Hexen!

Danach kamen wir dann auch zum eigentlichen Höhepunkt, dem Samagon. Das Zeug ist eigentlich nur Scharf, mehr nicht. Aber ich kann verstehen, warum die private Produktion verboten ist. Wenn dabei was falsch läuft, erblindet man bestimmt auf der Stelle.

Auf der verlinkten Website wird ein Besuch Dudutkis dringend empfohlen. Ich würde das allerdings einschränken. Wenn man die Zeit haben sollte, kann man da ruhig mal vorbei schauen, denn es ist alles hübsch hergerichtet und auf der Busfahrt bekommt man was vom Lande zu sehen. Ansonsten hat mich der Ausflug eher enttäuscht, denn wenn ich ein ethnologische Freilichtmuseum besuche, dann verbinde ich damit auch die ein oder andere ausführliche (schriftliche) Erläuterung der Kultur in einer mir verständlichen Sprache. Aber das gibt es dort natürlich nicht. Damit kann man vielleicht einige Pauschaltouristen zufrieden stellen, aber der Bildungsbürger bleibt da doch unbefriedigt zurück. Aber wahrscheinlich ist der einzige Zweck Dudutkis sowieso nur legal Samagon zu produzieren. Da sind ein paar altertümliche Gebäude, Tiere, Windmühlen und Kirchen schon ein  ziemlicher Aufwand… .

До свидания