Ein gut gemachter Film, den meine Freunde und ich uns am Freitag anschauen durften, auch wenn einige Kritiken kein gutes Haar an ihm lassen.

Der Film handelt von einer Gruppe von Dieben um Cobb (Leonardo DiCaprio), die in die Träume anderer Personen eindringen, um dort Informationen zu stehlen (Extraction). Der letzte Auftrag schlägt fehl und der Auftraggeber entsprechend enttäuscht, dass mordende Söldnertruppen seine Enttäuschung überbringen müssen. Um die mordende Söldnerbande loszuwerden, soll die Gruppe einen neuen, sehr schwierigen Auftrag übernehmen. Die Gruppe soll eine Inception vornehmen, also einer Person einen Gedanken einpflanzen. Mehr will ich an dieser Stelle auch nicht verraten.

Zugegeben, Inception ist kein Film der in die Tiefen Freud’scher Psychoanalyse eindringt. Die Problematik, die der Regisseur aufzeigt, ist gut verständlich und leicht nachvollziehbar, auch wenn es sicherlich an der einen oder anderen Stelle an einer logischen Erklärung fehlen mag. Wer sich auf den Film einlässt, bekommt aber einen Geschmack von den existenziellen Fragen, die sich aufdrängen, wenn man über den Unterschied zwischen Traum- und Wachstadium sinniert. Vielleicht zeigt der Film aber einfach die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Der Wunsch nach dem Kick (Kick bezeichnet den Vorgang im Film, bei dem eine Person aus ihrem Traum gerissen wird, z.B. durch den geträumten Tot oder das Gefühl des freien Falls) im Wachstadium in einer neuen Realität zu erwachen, also nach dem Tod in einem anderen Leben weiter zu leben. Eigentlich ein sehr einfaches Motiv, das so mancher Religion als Heilsversprechen beiliegt.

Wohl werden wir alle diese Frage höchst selbst zu beantworten wissen, auch wenn ich bezweifle, dass die Antwort dann noch für uns selbst von Bedeutung wäre.

Wie dem auch sei, Inception ist ein sehenswerter Film, insbesondere wenn man wagt über den eigentlichen Film hinaus zu denken. Weit muss man dazu nicht gehen.