So heißt das Buch von Andrea Röpke und Andreas Speit, das ich bei der letzten Meile der Demokratie von der Ladeszentrale für politische Bildung meines Vertrauens erstanden habe. Erstanden ist gut, ich durfte es endgeldlos mitnehmen. Durch den NPD-Blog und aus dem Fernsehen waren mir das Buch sowie seine Autoren bekannt. Daher habe ich nicht lange gezögert und es mitgenommen.

In 8 Artikeln beschreiben verschiedene Autoren die NPD und ihr Umfeld. Leitthema ist dabei das immer bürgerlicher erscheinende Auftreten der Partei und seiner Mitglieder. Es wird aber auch beschrieben, wie sich hinter dieser Fassade scheinbarer Normalität die Fratze der Ewiggestrigen versteckt.

Erschreckend ist die Beschreibung der Tatsache, dass sich die NPD und ihre Vertreter in einigen Gegenden in Deutschland längst etabliert haben.  Wie andere Parteien auch wird dort die NPD wie selbstverständlich gewählt. Man kennt die Verantwortlichen persönlich und hinterfragt nicht mehr das Ansinnen hinter ihrem biederen Auftreten.

Interessant ist außerdem, mit welchem schizophrenen Rechtsverständnis begründet wird, warum Straftäter in der NPD Posten bekleiden und dort arbeiten dürfen. Da wird dann der Begriff Resozialisierung bemüht, obschon man sonst gerne mit Sprüchen und Transparenten an die Öffentlichkeit geht, die den Tod für Straftäter fordern. Mal davon abgesehen das Resozialisierung doch ein Begriff des ihnen so verhassten BRD-Systems ist. Einer der vielen Widersprüche die die Partei und ihr Umfeld mit Leichtigkeit zu vereinen wissen.

Mit seinen 200 Seiten und der guten Schreibe war das Buch im Nu durch. Der Inhalt allerdings wiegt schwer auf der patriotischen Seele.