Beim Weihnachtsfest fiel wieder reichlich Lesestoff für mich ab, darunter ein Buch von Roberto Saviano und ein interessanter dänischer Krimi von Jussi Adler-Olson, der mich auch während meines Sylvestertrips fesselte.

Meine Schwester überaschte mich hingegen mit einem Buch über die aktuelle Debatte zum Thema Sicherheit und Datenschutz. Durch Ilja Trojanow und Juli Zeh ist ein wunderbares Schriftstück entstanden, das hoffentlich auch die letzten Befürworter staatlicher und wirtschaftlicher Überwachung von der Gefahr ihres Standpunktes überzeugen wird. Ich würde es, trotz meiner eher unzureichenden literarischen Kenntnisse, als Traktat im besten Sinne bezeichnen, überzeugend aber mit dem nötigen Sachverstand versehen (jedenfalls soweit ich das bewerten kann🙂 ).

Nun haben die Autorinnen bei mir offene Türen eingerannt, trotzdem bin ich dankbar für die ein oder andere Dar- und Klarstellung, die mir hoffentlich nicht sobald als Argumentationsmittel entfallen werden.  So ist es gut (oder schlecht, je nach Standpunkt) das immernoch mehr Menschen an irgendwelchen Krankheiten oder durch einen Autounfall sterben, als durch Terrorismus.

Außerdem bestätigt das Buch indirekt meine grundsätzliche Haltung, dass marktwirtschaftliche Prinzipien nicht überall Anwendung finden können bzw. dürfen. Es ist schon etwas widersprüchlich, wenn wir unseren Volksvertretern ein gewisses Gehalt zugestehen, um ihre Unabhängigkeit zu erkaufen befördern, aber das gleiche Prinzip bei den seriösen Medien nicht anwenden, obwohl wir doch diesen eine gewisse Kontrollfunktion zugestehen.

Zum Abschluss möchte ich jedem nochmals die Lektüre dieses Buches (und natürlich auch der anderen) wärmstes an’s Herz legen.