Oder auch zwei, wie dem auch sei, das Wochenende war mal wieder äußerst abwechslungsreich. Am Freitag wurde mal wieder ausgegangen, Pia und ihre Kommilitonen trafen sich beim Inder und wir waren auch mit dabei.

Später dazu kamen zwei Finnen, die ebenfalls zum Kreise der Kommilitonen gehörten. Nach und nach traten zwei Dinge zu Tage, ersten, dass die beiden Finnen Deutsch sprechen, zweitens, dass er Schweden (Land wie Leute) nicht leiden kann (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel).

Natürlich war ich daran interessiert zu erfahren, ob es sich dabei um eine einigermaßen begründete Abneigung oder nur um eine Gefühlsregung von ihm handelt. Es war dann am Ende irgendwie beides.

Für jedermann (ob im Restaurant oder später in der Kneipe)  leicht verständlich erklärte er mir, dass er “Direktheit und Aufrichtigkeit” an der schwedischen Art vermisse. Um dies zu untermauern, erzählte er eine Anekdote von aggressiven Jugendlichen in einem Park, die, als sie mitbekamen, dass er und seine Begleitung Ausländer sind, in einen freundlichen Ton wechselten und sich besorgt um die Außenwirkung Schwedens zeigten. Frei nach dem Motto, hier ist alles ganz super und erzählt zu Hause allen was für ein tolles Land Schweden ist.

Ein weiteres Ziel seiner Kritik war die Art und Weise der Gleichstellung in der schwedischen Gesellschaft. Dazu möchte ich aber nun selbst ein Beispiel bringen, das mir vor kurzem Mikael erläuterte. So werden Menschen, die durch Arbeit ein gewisses Vermögen aufgebaut haben, das jenes des Durchschnitts übersteigt, mit einer gewissen Vorsicht oder Distanz betrachtet, da diese sich herausstellen. Lotto-Gewinner hingegen haben dieses Problem nicht, da Glück jedem widerfahren kann. Pia erklärte mir mal, dass im akademischen Bereich eher Leistungsskalen gebräuchlich waren, die keinen zu sehr bevor- oder benachteiligten. Das wird sich aber nun im Zuge des Bologna-Prozesses ändern.

Um wieder zum Finnen zurück zu kommen, er meinte, er sei froh bald wieder in Finnland zu sein. In Deutschland allerdings, in dem er für ein Jahr gelebt hat, könne er sich vorstellen zu wohnen. Wahrscheinlich sind sich die finnische und die deutsche Seele einfach näher.😉 Zumindest konnte ich ihn und seine Kritik gut verstehen, auch wenn mir der Ton dann doch etwas zu “undiplomatisch” war, um es vorsichtig zu formulieren. Ist ja auch nicht alles toppen in Deutschland oder Finnland (über die Lex Nokia habe ich auch zuvor mit ihm gesprochen😉 ).

Ach, ist das schön, so viele verschiedene Menschen und mit vielen kann man reden!🙂

Bis denne!!! Hej då!!!