In Schweden gibt es eine große Einkaufskette names Coop, die ist etwa vom Aufbau und Feeling mit unserem, aus Deutschland bekannten Kaufland zu vergleichen. Na ja, jedenfalls habe ich so einen Coop in meiner Nähe und gehe da auch immer fleißig einkaufen.

Seit einer Woche hat man nun dort die Möglichkeit eine der zahlreichen elektronischen Kassen zu benutzen. So eine elektronische Kasse ist etwa so breit wie ein Schreibtisch, hat drei Waagen, mehrere Einwurfmöglichkeiten, Schlitze u.s.w. für Zahlungsmittel und Coupons, einen Laserscanner und natürlich einen Touchscreen.

Beim ersten Mal hatte ich Unterstützung, da ging das auch alles ganz gut. Man scannt die Ware ein, legt diese dann in seinen Beutel, den man an einer Halterung befestigen kann und bezahlt. Alles ganz einfach, selbst mit schwedischer Menüführung gut zu meistern… dachte ich jedenfalls.

Das sah dann heute ganz anders aus, als ich frohen Mutes an das Gerät trat, denn nun offenbarten sich Bedienungsdetails, die mir bei der Einweisung verborgen geblieben sind. So muss man die Ware in den Beutel, den den man an der Halterung befestiegen kann, packen oder zumindest auf die Waage darunter. Ja, werte Leserinnen und Leser, man muss die eingescannte Ware auf eine Waage packen, ansonsten streikt das Gerät und fährt nicht fort… . Ich musste sogar meinen Rucksack von der Waage packen, da das Gerät den fremden Gegenstand moniert hatte. Nachdem nun die anwesende Angestellte das Gerät übersteuert hatte, konnte ich fortfahren. Danach kam dann mein Flaschen-Coupon an die Reihe. Den habe ich eingescannt, danach muss man diesen in ein Fach packen, damit man ihn nicht erneut verwenden kann. Problem, das Gerät hat nicht erkannt, dass ich meinen Coupon in das Fach gelegt habe. Also wieder zur freundlichen Angestellten, die dann ein weiteres Mal die Warnmeldung übersprungen hat. Darauf konnte ich dann auch endlich bezahlen.

Darauf brauchte ich auch erstmal einen strammen Max extended, denn die ganze Prozedur hat viel Zeit gekostet und ich war ja schon hungrig!

Was man aber diesen schwedischen Apparaten zu Gute halten muss, ist die Möglichkeit per Bargeld zu bezahlen. In Kai Raven’s Blog wurde schon mehrere Male über sogenannte Future Stores in Deutschland berichtet, also Supermärkte in denen zukünftige Methoden, wie zum Beispiel elektronische Kassen, am Kunden ausprobiert werden. Diese boten eine Zeit lang keine Möglichkeit mit Bargeld zu bezahlen, was ein anonymes Bezahlen quasi auschließt. Zusammen mit getaggten (mit RFID-Transpondern ausgerüstete) Waren rückt dann der gläserne Kunde ein gutes Stück näher, denn durch die bargeldlose Bezahlung weiß man auch, wer die Waren eingekauft hat.

Mit diesem Hinweis möchte ich nun meinen Beitrag schließen und wünsche der werten Leserin\dem werten Leser ein schönes und erholsames Wochenende.

Bis denne!!! Hej då!!!