Spätestens nach dem zweiten Buch wird eine Botschaft, eine Kernidee von von Clausewitz deutlich; fehlt es an einer belastbaren, also motivierenden Begründung für eine Handlung (was in dem von ihm beschriebenen Falle ja eine militärische Auseinandersetzung wäre), so kann diese nicht im vollen Ernst durchgeführt werden und schon der kleinste Widerstand (hier also ein Gegner der sich nach seinen Kräften wehrt) wird sie in ihrem Ablauf stören oder sogar stoppen.

Von Clausewitz beschreibt das Militär selbst als eine Maschine, in der immer eine gewisse Reibung vorhanden ist, dass heißt, das immer mehr oder weniger viel Aufwand investiert werden muss, um sie in Bewegung zu bringen und den Umständen anzupassen. Das Exerzieren, sprich der militärische Drill, dient dazu diese Reibung zu verringern und damit auch den Aufwand, der für einen Waffengang nötig ist (ich möchte an dieser Stelle nur anmerken, dass er einen erfolgreichen Feldzug der Übung als weit überlegen ansieht).

Aus dem zweiten Absatz folgt sofort: Übung macht den Meister! Aber erst ein starker motivierender Grund wird die nötige Energie freisetzen, die die Schlagkraft einer Streitmacht bestimmt. Der Drill verhilft nur diese Energie zu dirigieren, also in die richtigen Bahnen zu lenken.

Im Prinzip beschreibt er, was ein jeder wahrscheinlich schon selbst erlebt hat; man ist fähig etwas zu tun, verspürt aber keinerlei Lust dazu. Die richtigen, also motivierende Ziele sollten helfen, das Räderwerk der Tätigkeit in Gang zu setzen. Also alles eine Frage der Motivation (wenn es denn nicht an der Befähigung scheitert😉 )!

Bis denne!!! Hej då!!!