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Vor kurzem hatte ich die Zeit im Büro genutzt, um mir ein paar neue Podcasts herunterzuladen. Dabei waren auch wieder Blattschuss und Toll! (der satirische Wochenrückblick von Frontal21).

In weiser Voraussicht, dass das Wetter möglicherweise ein oder zwei Podcasts mehr zulassen würde, habe ich mir auch zwei Videos aus der PHOENIX Bibliothek heruntergeladen. Darunter die Buchvorstellung von Außer Dienst, dem Buch des Altkanzlers Helmut Schmidt.

Ganz ehrlich, es ist immer wieder eine Freude diesem Mann zuzuhören und seine Sicht der Dinge zu erfahren. In der einen Stunde, die das Video dauert, spricht Helmut Schmidt mit Klaus Kleber (Moderator vom heutejournal, wenn ich mich nicht irre) über (z.B.) die Demokratie im Allgemeinen, die SPD, die Wirtschaftskrise, Russland und die atomare Abrüstung.

Ich empfehle jedem, der denn die Zeit aufbringen kann, sich das mal anzusehen. Ich für meinen Teil weiß jetzt, welches Buch ich mir als nächstes zu Gemüte führen werde. 😀

Der Titel dieses Beitrags ist im übrigen von Helmut Schmidt selbst, der dies äußerte, während er die Unterschiede zwischen der heutigen zu den vergangenen Politikergeneration darstellte, die seiner Meinung nach vorherrschend bestehen.

Ich wünsche allen Lesern ein schönes und erholsames Wochenende!

Bis denne!!! Hej då!!!

Spätestens nach dem zweiten Buch wird eine Botschaft, eine Kernidee von von Clausewitz deutlich; fehlt es an einer belastbaren, also motivierenden Begründung für eine Handlung (was in dem von ihm beschriebenen Falle ja eine militärische Auseinandersetzung wäre), so kann diese nicht im vollen Ernst durchgeführt werden und schon der kleinste Widerstand (hier also ein Gegner der sich nach seinen Kräften wehrt) wird sie in ihrem Ablauf stören oder sogar stoppen.

Von Clausewitz beschreibt das Militär selbst als eine Maschine, in der immer eine gewisse Reibung vorhanden ist, dass heißt, das immer mehr oder weniger viel Aufwand investiert werden muss, um sie in Bewegung zu bringen und den Umständen anzupassen. Das Exerzieren, sprich der militärische Drill, dient dazu diese Reibung zu verringern und damit auch den Aufwand, der für einen Waffengang nötig ist (ich möchte an dieser Stelle nur anmerken, dass er einen erfolgreichen Feldzug der Übung als weit überlegen ansieht).

Aus dem zweiten Absatz folgt sofort: Übung macht den Meister! Aber erst ein starker motivierender Grund wird die nötige Energie freisetzen, die die Schlagkraft einer Streitmacht bestimmt. Der Drill verhilft nur diese Energie zu dirigieren, also in die richtigen Bahnen zu lenken.

Im Prinzip beschreibt er, was ein jeder wahrscheinlich schon selbst erlebt hat; man ist fähig etwas zu tun, verspürt aber keinerlei Lust dazu. Die richtigen, also motivierende Ziele sollten helfen, das Räderwerk der Tätigkeit in Gang zu setzen. Also alles eine Frage der Motivation (wenn es denn nicht an der Befähigung scheitert 😉 )!

Bis denne!!! Hej då!!!

Es ist schon recht spät, ich bin müde, dennoch möchte ich ein paar Eindrücke schon heute Abend\Nacht los werden.

Angefangen hat ja alles am Donnerstag, als ich am Nachmittag mit dem schwedischen ICE equivalent X2000 nach Göteborg gereist bin. Die Fahrt dauert circa 3 Stunden, genug Zeit um den damals aktuellen IHT zu studieren. Leider waren wir die ganze Zeit auf der Konferenz beschäftigt, es blieb also keine Zeit für eine Stadtbesichtigung, daher gibt es auch keine Bilder von mir von Göteborg.

Am Flughafen hat mich dann Andreas in Empfang genommen. Er ist der Artist von Imendio und damit zuständig für alles was mit Design, Werbung u.s.w. zu tun hat. Mit der wohl mit Abstand hässlichsten Straßenbahn, die ich bisher gesehen habe, ging es dann zu ihm nach Hause, wo wir (Andreas’ Freundin, Andreas und ich) dann noch ein wenig miteinander plauderten.

Andreas vor seiner Präsentation auf der FSCONS

Am nächsten Morgen ging es dann auch schon zur FSCONS, da Göteborg am Meer liegt auch per Fähre, die dort ein ganz normaler Bestandteil der öffentlichen Verkehrsmittel darstellt. Dort war am Freitag noch nicht soviel los, da die Teilnehmer erst nach und nach eintrudelten. So auch Carlos, den wir nach einer kurzen Visite bei der FSCONS (wir mussten noch Imendio-Banner und anderes Werbematerial zur Konferenz bringen, ist ja auch eine Werbeplattform)  vom Bus abgeholt haben. Zusammen ging es dann wieder zurück zur Uni, um uns mit Richard (habe leider kein Foto von ihm parat) zu treffen, einer der zwei Gründer von Imendio. Wir haben dann die Zeit genutzt, um uns über eine paar technische Sachverhalte zu unterhalten. Nachdem uns Richard verlassen hatte, nutzten wir die Chance, um am Social Event teilzunehmen, Free Beer (Flasche und Rezept sind in meinem Besitz, also heizt die Sudkessel an… 😀 ) zu trinken und uns mit den Leuten zu unterhalten, die bis dahin schon den Weg zur Konferenz gefunden hatten.

Carlos rockt die Konferent 😀

Am Samstag dann normaler Konferenzbetrieb, nebenbei blieb sogar etwas Zeit, um an Carlos’ Code zu hacken, aber dazu mehr in einem anderen Blogpost.

Gestern (gerade ist es 00:19 Uhr bei mir) war also der letzte Tag und Carlos ist erstmal zu spät zu seinem Vortrag gekommen, hat dann aber die Sache ganz souverän durchgezogen. Nach weiteren Präsentationen und der Verabschiedung von Carlos, hieß es dann auch für mich Abschied zu nehmen und Göteborg zu verlassen. Per X2000 und 3 Stunden Buch, Musik und Ruhe war ich dann wieder in Stockholm.

Bleibt mir nur noch auf ein Foto-Album zu verweisen, den Lesern wie immer einen guten und erfolgreichen Start in die neue Woche zu wünschen und meinem Bett die Ehre zu erweisen.

Gute Nacht!!! Bis denne!!! Hej då!!!

Gestern habe ich den Abend genutzt, um der Empfehlung meiner Schwester zu folgen und habe mir The Baader Meinhof Complex angeschaut. Anders als der Titel vielleicht suggeriert, war der Film (glücklicherweise) nicht synchronisiert, sondern nur mit schwedischen Untertiteln versehen wurden.

In Schweden ist Kino etwas teurer, ich habe 100 SEK bezahlt, was etwas mehr als 10 EURO sind. Cola und Popcorn schlugen mit 47 SEK zu Buche. Eine, besonders beim ersten Mal, unangenehme Erfahrung ist das gesalzene Popcorn. Es klebt zwar nicht so, wie das süße Popcorn was wir aus Deutschland gewohnt sind, doch dafür ist es schon fast gesundheitsschädlich gesalzen.

Erstaunlich viele (ich muss davon ausgehen) Schweden haben sich in den Film gewagt, dessen einzige Verbindung zur schwedischen Geschichte der Überfall auf die deutsche Botschaft in Stockholm ist. Aber nun gut, da war der kleine Saal (vielleicht 50 sitze) dann doch einigermaßen voll.

Aber nun zum Film, der versucht in 150 Minuten eine Geschichte darzustellen, die in der Wirklichkeit rund eine Dekade ausgemacht hat. Das ist natürlich eine gewaltige Zeitspanne, gerade dann, wenn das erklärte Ziel ist diese Zeit den Menschen näher zu bringen, die sie nicht selbst miterlebt haben. Es war äußerst interessant zu sehen, wie sich die Gruppe immer weiter radikalisierte, bis sie irgendwann in einer anderen Welt angekommen zu sein schien. Diese Welt, die nur noch Platz für sie selbst besaß und Terror als den einzigen Zweck in sich trug, um ein Ziel zu erreichen, das schon bald nur noch verschwommen zu erkennen war. Diesen Eindruck hinterließ bei mir zumindest der Film. Die Terroristen ideologisch gefestigt, können ab einen gewissen Zeitpunkt den “Kampf” nicht mehr mit anderen Mitteln fortsetzen, alles wird im Sinne der Ideologie interpretiert. Besonders schön zu sehen in dem Moment, als die RAF-Mitglieder der 2. oder 3. (?) Generation den Selbstmord der Starnberger als Hinrichtung durch den Staat interpretieren und aus allen Wolken fallen, als sie hören, dass diese sich selbst gerichtet hatten. Da konnte man den Schauspielern richtig ansehen, wie das ideologische Gerüst teilweise in sich zusammenfiel. Alles in allem ein sehr interessanter Film und Stoff der zum Nachdenken und Diskutieren anregt.

Es gibt ja Begrifflichkeiten bei denen die inneren Alarmglocken schrill zu tönen beginnen. So ein Begriff viel gestern auch mit Horst Mahler, der eine wichtige Figur in der RAF war und heute als Rechtsextremist und Antisemit in Erscheinung tritt. Von einer Extreme in die andere, da hat man das Gefühl, man müsse einen Kreis benutzen, da eine Gerade zur Verortung politischer Positionen nicht mehr genügt… .

Mit diesen Eindrücken möchte ich nun an dieser Stelle schließen und wünsche den Lesern einen guten Start in die neue Woche und viel Erfolg!

Bis denne!!! Hej då!!!

Was für ein Tag, richtig schön verregnet und dunkel. Alles in allem also ein guter Tag, um es sich im Zimmer gemütlich zu machen. Da Mikael noch immer nicht genesen ist, brauchte ich auch (wieder) nicht raus.

So habe ich nun die ganze Woche von zu Hause gearbeitet. Das hat seine Vorteile, mir ist jedoch heute die Decke auf den Kopf gefallen und ich musste mal raus. So habe ich die Zeit genutzt, um mal durch die Nachbarschaft zu streifen. Schön, wie der Herbst alles färbt:

Da sonst auch alles soweit ganz gut lief heute, dachte ich mir, ich könnte mir ein Bierchen gönnen und machte mich auf dem Weg zum Coop, der Supermarkt meines Vertrauens. 😉 Dazu musste ich auch durch das Einkaufszentrum in Vällingby, hier dazu ein kleines Foto:

Mit meinem bekannten, selbstzufriedenen Lächeln machte ich mich also durch den Coop zum Bier. Mit diesem an der Kasse angekommen, wurde ich dann erstmal nach meinem Ausweis gefragt! 😀 Keine Ahnung wieso, muss wohl daran gelegen haben, dass ich mein Babyface heute Morgen frisch rasiert habe, anders kann ich mir das gar nicht vorstellen… .

Ansonsten scheint der Finanzmarkt in Schweden schneller den Bach runter zu gehen, als im Rest von Europa, denn der Wechselkurs wird von Tag zu Tag besser. 😀 Keine Ahnung wieso, aber mir soll es recht sein, so kriege ich mehr für’s Geld. 😉

Für all die Fans meiner kleinen “Bézier-Reihe” bereite ich gerade ein paar schriftliche Notizen vor. Ich weiß, dass das wahrsheinlich keinen interessiert, aber so kann ich mich selbst noch eine Weile daran ergötzen. 😀

Bis denne!!! Hej då!!!

Hatte ich mir jedenfalls gedacht, als ich gerade mit Stolz geschwellter Brust meinen kleinen Sieg über quadratische Bézierkurven feierte. Aber wer nicht lesen kann, der wird bald in ein tiefes Loch fallen, wenn er erkennt, dass er nur einen Teil erledigt hat. Denn der Standard ist an dieser Stelle eindeutig und sagt, dass es sich um cubic Bézier curves handelt, die mit den entsprechenden Daten verknüpft sind.

Tja, da ich dem Maintainer von librsvg quasi versprochen habe, dass ich mich um den Patch kümmere und ich mein Wort zu halten pflege, gab es kein Zurück und ich fing an mich mit kubischen Bézierkurven auseinander zu setzen. Weil die Animationen auf der englischen Wikipedia so schön sind, hier nochmal eine zur Verdeutlichung der Aufgabe:

Kubische Bézierkurve aus der englischen Wikipedia

Kubische Bézierkurve aus der englischen Wikipedia

Nachdem ich erkannt hatte, dass es mit stumpfen Ausprobieren wohl nichts wird, habe ich es heute geschafft mir mal eine schöne Zeichnung zu machen und mir wichtige Punkte einzutragen. Danach konnte ich dann eine Formel aufstellen, die es ermöglicht die jeweils äußersten Punkte der Kurve zu berechnen (bei der Animation sind zwei solche Punkte zu sehen bei t=6 und t=50). Als ich dabei war meine Formel zu sortieren und umzustellen erkannte ich die Normalform wieder und ich entsann mich der besonderen Form, die nötig ist, um aus der Normalform die Nullstellen zu berechnen. Ich weiß nicht wie lange genau, aber mir schien es wie eine Ewigkeit, die zwischen dem Jetzt und der letzten Anwendung der p-q-Formel lag.

Nun sind die Grundlagen gelegt und ich kann nun den dazugehöriegen Quellcode testen. Zu dokumentarischen Zwecken werde ich meine Erkenntnisse auch nochmal niederschreiben, damit man das dann auch sauber zur Hand hat und nachvollziehen kann, wenn denn die Muße dazu besteht.

Ansonsten habe ich persönlich erstmal genug von dem Thema, sobald auch noch der eine Testfall läuft, der sich gerade noch weigert, werde ich mir ein anderes suchen. Außerdem war ich so gefangen von der ganzen Sache, dass ich gar nicht schlafen konnte vor lauter Unruhe/Tatendrang und die Wäsche bügeln muss ich auch noch… . Desweiteren gibt es ja auch noch andere interessante Sachen, über die es sich zu bloggen lohnt. 🙂

Bis denne!!! Hej då!!!

Mathe kann auch Spaß machen, wenn man natürlich so eine jämmerliche Figur dabei macht, wie ich die letzten zweieinhalb Tage, dann dauert das mit dem Spaß haben natürlich ein Weilchen.

Aber alles zu seiner Zeit. Vor besagten zweieinhalb Tagen habe ich nun die Ursache für mein kleines Problem gefunden, das war die Rückgabe falscher Werte durch eine interne Funktion, sobald Pfadelemente (Unterpunkt Computergrafik) in’s Spiel kamen. Diese Elemente beschreiben Strecken und Kurven, dass einzige was die interne Funktion jedoch momentan verarbeitet sind Strecken, d.h., sie gibt falsche Werte zurück sobald der Pfad auch Kurven enthält. Nun hieß es einen Weg zu finden, auch diese Elemente zu verarbeiten.

Bézierkurven (die englische Seite ist reichhaltiger illustriert, also ruhig auch da mal vorbei schauen) sind eine feine Sache, denn sie beschreiben Kurven durch Punkte. Wie wir alle wissen, bestehen Kurven aus unendlich vielen Punkten, etwas das sich schlecht im Computer darstellen lässt (ein weitere Anwendung für Infinity-Ram :-P). Mit Bézierkurven lässt sich diese Zahl auf ein endliches Maß reduzieren. Die einfachste Kurve die man so beschreiben kann, besteht aus zwei Punkten und beschreibt eine Gerade. Mit drei Punkten kann man schon nette Kurven darstellen:

Eine quadratische Bézierkurve aus der englischen Wikipedia

Nun habe ich die schon genannten zweieinhalb Tage (ja, nicht vollzeit daran gearbeitet, aber trotzdem) gebraucht um einen Algorithmus zu entwickeln, der mir die Höhe der Kurve ermittelt (wenn jemand eine Formel hat, die das ganze besser und/oder schneller erledigt, dann immer her damit 🙂 ). Das ist stupide Vektorrechnung und die Erkenntnis, dass der höchte Punkt der Kurve genau dann erreicht ist, wenn die Gerade (die grüne im Bild) parallel zur X- oder Y-Achse liegt. Na ja, ich habe die zweieinhalb Tage dazu genutzt mir wieder das Rechnen beizubringen… . Immerhin habe ich jetzt etwas, das seinen Dienst tut, leider funktioniert das Ganze bisher nur mit quadratischen Bézierkurven, aber mehr wird momentan auch nicht gebraucht.

Ansonsten war das Wochenende ziemlich ruhig, ich war ja auch die ganze Zeit in der Wohnung, mich weiter erholen. Morgen gehe ich nicht in’s Büro, ist nämlich keiner da, das heißt wiederum, dass morgen von zu Hause gearbeitet wird.

Allen Lesern wünsche ich natürlich viel Spaß und einen guten Start in die kommende Woche!

Bis denne!!! Hej då!!!

…macht es doch die alten Spieleklassiker wieder zu reaktivieren. Auf der EA Seite findet man C&C – Alarmstufe Rot zum freien Download bereit gestellt. Wie erwartet handelt es sich dabei sogar um das englischsprachige Original. V

Viel Spass und Vergnügen!

…hat es mich da wohl nach der Party, die ich im letzten Blogpost erwähnt hatte. Zur Arbeit konnte ich zwar schon gehen, der Kaffee wurde jedoch durch Tee ersetzt, um meinem Zustand Rechnung zu tragen. Wie dem auch sei, ich bin auf dem Wege der Besserung und hoffentlich spätestens nächste Woche wieder voll einsatzbereit.

Meinen Chef hat’s auch umgehauen, der ist schon die ganze Woche nicht da und wird wahrscheinlich erst nächste Woche wiederkommen. Derweil habe ich angefangen einen Patch für librsvg zu schreiben, der wird noch für ein anderes Projekt gebraucht, dass nur indirekt mit mir zu tun hat. Mal sehen, eine kleine Ungereimtheit tritt noch auf, aber sonst erfüllt er schon seinen Zweck. Ich hoffe bis morgen noch ein paar Hinweise zu bekommen, damit ich den Patch fertigstellen kann. Mikael und ich müssen dann eh nochmal schauen, was ich noch so machen soll, denn es gibt ein paar Projekte die in meine Richtung gehen, aber schon sehr viel weiter fortgeschritten sind. Da macht es dann <sarkasmus>u. U.</sarkasmus> Sinn sich diesen anzuschließen, aber das werden wir dann nächste Woche besprechen.

Nun hatte ich es zweimal geschafft den IHT zu lesen, aber ich hatte noch Literatur aus Deutschland mit im Gepäck. Wenn möglich soll man ja eine Sache zu Ende bringen, die man einst begonnen hat, deswegen lese ich momentan wieder ein philosophisches Werk, Vom Kriege von Carl von Clausewitz, ein militär-historischer Klassiker. Viel eingänglicher als die Abschnitte eines anderen Werkes, die ich bisher gelesen hatte. Aber gut, das Thema mag es vielleicht gar nicht zulassen, im Gegensatz zu einer philosophischen Betrachtung, die die ganze Welt im Blick hat. Wie dem auch sei, ich mag ja ganz besonders bissige Stellen und Schopenhauer zeichnet sich besonders durch diese aus, wenn er alles was mit Hegel in Verbindung gebracht werden kann, ein anal oder Anal an- oder vorhängt. Es gibt noch viel mehr und durchaus feinsinnigere Beispiele. Wie dem auch sei, zurück zu Vom Kriege, da möchte ich ein Zitat nicht vorenthalten, das von Clausewitz’s Meinung zu der preußischen Niederlage gegenüber den Napoleonischen Truppen widerspiegelt:

Als im Jahre 1806 die preußischen Generale: Prinz Louis bei Saalfeld, Lauentzien auf dem Dornberge bei Jena, Grawert vor, und Rüchel hinter Kappeldorf, sämtlich mit der schiefen Schlachtordnung Friedrichs des Großen sich in den offenen Schlund des Verderbens warfen, war es nicht bloß eine Manier, d.h. Verkünstelung, die sich überlebt hatte, sondern die entschiedenste Geistesarmut, zu der je der Methodismus geführt hat, womit sie es zustande brachten, die Hohenlohische Armee zugrunde zu richten, wie nie eine Armee auf dem Schlachtfelde selbst zugrunde gerichtet worden ist.

Vernichtend!

Ach, habe ich schon erzählt, dass es am 23.10. für drei Tage nach Göteburg geht? Wahrscheinlich vergessen, aber was soll’s, ich bin schon gespannt, dort werde ich ein paar Kollegen real life kennenlernen. Ich freu’ mich schon… oh… ich muss noch Geld überweisen!

Bis denne!!! Hej då!!!

Gestern ging es dann mal raus, zu einer Freundin von Pia. So wie man es kennt, sitzen, trinken und ganz besonders viel reden und diskutieren. Wir waren eine gut gemischte Runde, sprich 3 Frauen und genau so viele Männer. Da wurde dann auch über alles gesprochen, zum Glück für mich auch größtenteils in Englisch. Na ja, ich lag dann auch erst halb 4 im Bett… .

Der Alkohol hatte dann auch seine Spuren hinterlassen und mit schmerzenden Hals bin ich dann etwas später als sonst üblich aufgestanden. Denn wie angekündigt, ging es dann zum Highlight des Tages, Wall-E! Was für ein Film, mal davon abgesehen, dass er natürlich einige Zugeständnisse an das jüngere Publikum machen musste, war es wirklich spannend zu sehen, wie die Endzeitstimmung projeziert wurde. Das macht solche Filme für mich so interessant, ein Akteur alleine auf weiter Flur, verlassen in einem riesigen Universum, weil die Zivilisation den Bach runterging. Das hinterlässt ein bedrückendes Gefühl und einen Klos im Hals. Natürlich musste die Menschheit im Film überleben (wie gesagt, das jüngere Publikum im Blick), ein Raumschiff voller Roboter die ihre Herren überlebt haben und nun deren Leichen dienen, weil diese sich im Zwist gegenseitig die Rübe eingeschlagen haben, wäre natürlich bedrückender gewesen, aber ich denke das gab es schonmal. Wie dem auch sei, klasse Film, sehr lustig und kurzweilig, wer die Zeit, Lust und das Geld hat sollte sich diesen Streifen ruhig gönnen, ich kann ihn wärmstens empfehlen.

Morgen geht es dann nun in die erste richtige Arbeitswoche für mich. Allen Lesern wünsche ich einen erfolgreichen Start in diese!

Bis denne!!! Hej då!!!

Vellocet Club

A blog not only about my time in Sweden and Мiнск but also about the things I am concerned about.

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