Ich hatte mir vor kurzem ein Smartphone gekauft und war natürlich auch daran interessiert dafür eine Anwendung zu entwickeln. Mangels besserer Ideen entschied ich mich dafür, eine Anwendung zu schreiben, über die ich die aktuellen Abfahrtzeiten des lokalen Nahverkehrsunternehmens abrufen kann. Bestandteil der Anwendung ist außerdem eine Haltestellensuche via GPS (über OpenStreetMap, wen es interessiert).

Nun steht man an einem bestimmten Punkt der Entwicklung vor der Frage, ob man die Anwendung nicht veröffentlichen und der Allgemeinheit (kostenlos) zur Verfügung stellen will. Um etwaigen Streit aus dem Weg zu gehen bzw. mich rechtlich abzusichern, kontaktierte ich das Nahverkehrsunternehmens, um die Erlaubnis zur Nutzung der Abfahrtszeiten einzuholen. In den Mails zeigte man sich interessiert und die von mir kontaktierten Mitarbeiter des Nahverkehrsunternehmens und ich vereinbarten ein Treffen.

Gestern war es nun soweit und ich ging frohen Mutes zum vereinbarten Treffen. Dort angekommen empfingen mich zwei mir unbekannte Mitarbeiter, also Mitarbeiter, mit denen ich vorher nicht in Kontakt stand. Ich erklärte nun mein Vorhaben, äußerte meine Ideen, doch von der vorher wahrgenommenen positiven Einstellung aus der vorausgegangenen Mails war bei den beiden Mitarbeitern nichts zu spüren; es überwiegten (auch nachvollziehbare) Vorbehalte. Insbesondere stand der Missbrauch der Verkehrsdaten und damit zusammenhängende mögliche Schadensersatzforderungen gegenüber dem Nahverkehrsunternehmen im Vordergrund. Wie dieses Problem gelöst werden könnte, wurde allerdings zu keiner Zeit diskutiert und auch meine Versuche, das Problem aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, scheiterten kläglich. Ich bedankte mich also artig für die verschwendete Zeit (ein Nein hätte ich auch per Mail akzeptiert) und verließ das Treffen unverrichteter Dinge.

Schade…