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Ich habe gerade eine sehr aufschlussreiche Dokumentation in der ARD Mediathek über das Bienensterben gesehen. Diese Dokumentation macht klar, wie abhängig wir von den Bienen sind: Denn mal von China abgesehen (denn in China sorgt die KP dafür, dass Menschen die Arbeit der Bienen übernehmen, sollte man die Bienen aus Versehen, in einem Akt blinder Gewalt ausgerottet haben) ist ein 1/3 der weltweiten Nahrungsmittelproduktion abhängig von den Bestäubungskünsten der Honigbiene. Aber die Bienen in Nordamerika und Europa können aktuell nur mit Hilfe von Antibiotika und Pestiziden überleben (die im Zweifel auch im Honig “angereichert” werden). Die Züchtung der Honigbiene, so wie sie bisher vorgenommen wurde, und die Art der Haltung macht diese anfällig für eine Vielzahl von Krankheiten und Schädlingen.

Ich kann jedem meiner verehrten Leserinnen und Lesern empfehlen, sich die knapp 90 Minuten für diese Dokumentation Zeit zu nehmen, die Aufschluss über das Leben der Biene mit sehr schönen und interessanten Aufnahmen verknüpft und dazu noch das Verhältnis Biene/Mensch eingehend behandelt.

Und weil in Folge solcher Gnadenwirkung das ganze Wesen des Menschen von Grund aus geändert und umgekehrt wird, so daß er nichts mehr will von Allem, was er bisher so heftig wollte, also wirklich gleichsam ein neuer Mensch an die Stelle des alten tritt, nannten sie [die Christen] diese Folge der Gnadenwirkung die Wiedergeburt.

Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung. Band 1; 4. Buch: Der Welt als Wille zweite Betrachtung: Bei erreichter Selbsterkenntniß Bejahung und Verneinung des Willens zum Leben; §70.

Warum flieht das Thier, zittert und sucht sich zu verbergen? Weil es lauter Wille zum Leben, als solcher aber dem Tode verfallen ist und Zeit gewinnen möchte. Ebenso ist, von Natur, der Mensch.

Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung, Bd 1, 4. Buch, Kapitel 41: Ueber den Tod und sein Verhältniß zur Unzerstörbarkeit unserens Wesens an sich.

Nun hat der Autor dieses Blogs die Zeit rund um den Tag der Deutschen Einheit dazu genutzt, höchst selbst die Geburtsstadt Arthur Schopenhauers zu besuchen, dass er darüber ganz den Kalender vergaß: Auch dafür möchte ich mich wiederum bei meinen verehrten Leserinnen und Lesern entschuldigen und liefere sofort, was ich vergessen:

Aber bei gewissen Worten, wie da sind Recht, Freiheit, das Gute, das Seyn… u.a.m. wird dem Deutschen ganz schwindlich, er geräth alsbald in eine Art Delirium und fängt an, sich in nichtssagenden, hochtrabenden Phrasen zu ergehn, indem er die weitesten, folglich hohlsten Begriffe künstlich aneinanderreiht; statt daß er die Realität in Auge fassen und die Dinge und Verhältnisse leibhaftig anschauen sollte, aus denen jene Begriffe abstrahiert sind und die folglich ihren alleinigen wahren Inhalt ausmachen.”

Arthur Schopenhauer. Parerga und Paralipomena. Bd. 2; Kapitel 9. Zur Rechtslehre und Politik

 

Aber die durch Erfahrung gereifte Vernunft, welche zur Weisheit wird, spricht in dem Munde des Sokrates, mitten unter den Waren des Jahrmarkts, mit heiterer Seele: Wie viel Dinge gibt es doch, die ich alle nicht brauche.

Immanuel Kant; Träume eines Geistersehers, Zweiter Teil; Drittes Hauptstück, A 118

Nichts ist so unversöhnlich und so grausam wie der Neid: und doch sind wir unaufhörlich hauptsächlich bemüht Neid zu erregen!

Arthur Schopenhauer: Der Handschriftliche Nachlaß; Bd. 3; Brieftasche 1822/1823, Nr. 57

Im Anhang Von den Bewohnern der Gestirne zu Kants Allgemeinen Naturgeschichte und Theorie des Himmels zitiert der Philosoph einen Witz, den ich an dieser Stelle zum allgemeinen Amüsement wiedergeben möchte:

Die satirische Vorstellung jenes witzigen Kopfes aus dem Haag, welcher, nach der Anführung der allgemeinen Nachrichten aus dem Reiche der Wissenschaften, die Einbildung von der notwendigen Bevölkerung aller Weltkörper auf der lächerlichen Seite vorzustellen wußte, kann nicht anders als gebilligt werden. “Diejenigen Kreaturen”, spricht er, “welche die Wälder auf dem Kopfe eines Bettlers bewohnen, hatten schon lange ihren Aufenthalt vor eine unermeßliche Kugel, und sich selber als das Meisterstück der Schöpfung angesehen, als einer unter ihnen, den der Himmel mit einer feineren Seele begabt hattte, ein kleiner Fontenelle seines Geschlechts, den Kopf eines Edelmanns unvermutet gewahr ward. Alsbald rief er alle witzigen Köpfe seines Quartiers zusammen, und sagte ihnen mit Entzückung: wir sind nicht die einzigen belebten Wesen der ganzen Natur: sehet hier ein neues Land, hie wohnen mehr Läuse.” Wenn der Ausgang dieses Schlusses ein Lachen erweckt: so geschicht es nicht um deswillen, weil er von der Menschen Art, zu urteilen, weit abgeht; sondern, weil eben derselbe Irrtum, der bei dem Menschen eine gleiche Ursache zum Grunde hat, bei diesem mehr Entschuldigung zu verdienen scheinet.

… ist auch der Anblick schöner Gegenstände, z.B., einer schönen Aussicht, ein Gehirnphänomen. …Demnach fällt gewiß das Bild der selben Aussicht in verschiedenen Köpfen, auch bei gleicher Schärfe ihrer Augen, so verschieden aus, wie etwan der erste und letzte Abdruck einer stark gebrauchten Kupferplatte. Hierauf beruht die große Verschiedenheit der Fähigkeit zum Genusse der schönen Natur…

Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung, Bd. 2; Buch 1, Kap. 2: Zur Lehre von der anschauenden oder Verstandes-Erkenntniß.

Meine sehr verehrten Leserinnen und Leser, an dieser Stelle bitte ich Sie meine Verspätung zu entschuldigen und möchte auch gleich zum Punkt kommen:

Die ächte Güte der Gesinnung, die uneigennützige Tugend und der reine Edelmuth gehen also nicht von abstrakter Erkenntniß aus, aber doch von Erkenntniß: nämlich von einer unmittelbaren und intuitiven, die nicht wegzuräsonnieren und nicht anzuräsonnieren ist, von einer Erkenntniß, die eben weil sie nicht abstrakt ist, sich auch nicht mittheilen läßt, sondern Jedem selbst aufgehn muß, die daher ihren eigentlichen adäquaten Ausdruck nicht in Worten findet, sondern ganz allein in Thaten, im Handeln, im Lebenslauf des Menschen.

Arthur Schopenhauer, Der handschriftlichen Nachlaß. Bd. 1, Dresdner Manuskripte, 1814.

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