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Ich bin heute sehr früh aus meinem Bett gekrochen, da ich meine Freundin nicht alleine Frühstücken lassen wollte. Sie hatte sich als Wahlhelferin gemeldet und musste daher früh aus dem Haus.
Das gab auch mir die Chance, mich früh zur Wahl aufzumachen. So stand ich 10 vor 8 vor dem Wahllokal. Eine Mitarbeiterin, die mich wohl schon strammen Schrittes auf dem Durchmarsch in Richtung Wahlkabine sah, wirkte beruhigend auf mich ein, das Wahllokal öffne doch erst um 8.
Ich war natürlich nicht der Erste. Dem Alter nach zu urteilen, stand schon eine DDR-erprobte Wählerin vor dem Lokal. 4 vor 8 waren wir dann schon zu dritt.
Ich war zwar nicht der erste Wähler vor dem Wahllokal, aber immerhin der erste meines Wahlbezirks. Damit zählte ich als Vertreter der Öffentlichkeit. Als dieser wohnte ich der Belehrung des Wahlvorstands bei und habe auch eine Sichtprüfung des Inhalts der Wahlurne, aufgrund der Größe bei mir nur noch Wahltonne, vorgenommen. Die Wahltonne war, wie erwartet, leer und so durfte ich denn als erster meine Wahlbenachrichtigung abgeben und zur Wahlkabine schreiten.
Damit habe ich dann auch meinen Beitrag zur
geleistet und wünsche allen anderen noch viel Spaß beim Wählen!
…habe ich noch einem Politikverdrossenem gesagt, dass wir die Politiker kriegen, die wir verdienen.
Dazu erschien heute ein Artikel bei ZEIT-Online mit dem Titel Wir wählen uns alle nur selbst.
Viel Spaß beim Lesen!
Zur Zeit habe ich das Gefühl, dass ich, der versucht die aktuellen Debatten um Datenschutz und Bürgerrechte zu verfolgen und seine Schlüsse daraus zu ziehen, sich genau überlegen muss, welche Alternativen zur momentanen Regierungskoalition zur Verfügung stehen.
Es sollte durch die wenigen Posts, die ich dazu veröffentlich habe, klar sein, welche Position ich vertrete und dass ich schlecht mit der jetztigen Situation leben kann. Schäuble und von der Leyen müssen weg und, da die Parteikollegen deren Vorgehen zugestimmt haben, geht die gesamte CDU am besten gleich mit. Die SPD hat sich ebenso unwählbar gemacht und so sehr ich politische Sympathien für einige wenige Genossen hege, sie haben den ganzen Überwachungs- und Sperrapparat mit zu verantworten. Ganz besonders sei hier der Herr Wiefelspütz zu nennen, der wurde doch bestimmt von der CDU als Agent Provocateur in die SPD geschleust, ansonsten kann ich mir nicht erklären, was der da macht.
Die FDP werde ich nicht wählen, weil politische Umfaller gab und gibt es genug, die brauche ich nicht noch mit Regierungsverantwortung. Diese Opportunisten sollen schön da bleiben, wo sie hingehören, in der Opposition. Da scheinen sie ihre Rolle als „Bürgerrechtspartei“ noch am besten gerechten zu werden.
Die Linken stellen immer ordentlich Anfragen z.B. zum Stand des Rechtsradikalismus in Deutschland etc. und ich möchte sie auch in der Opposition nicht missen. Also brauchen die meine Stimme nicht, denn mehr als die Opposition braucht es nach meiner Meinung nach auch nicht für die Linken zu sein.
Bleiben die Grünen und die Piratenpartei und das Dilemma das ich habe. Beide vertreten grundsätzlich meine politischen Interessen, die eine ist politisch erfahren, kennt sich aus in dem Geschäft und hatte schon eine Regierungsbeteiligung, während die andere jung und unverbraucht eine gewisse Wirkung erziehlen könnte, die bestimmte politische Tendenzen stärker sichtbar macht. Letzteres ist insbesondere daher von Interesse, da Petitionen, die grundsätzliche Besorgnis bei den Wählern aufzeigen, einfach ignoriert. Bei Schäuble und von der Leyen habe ich jedenfalls das Gefühl, als würden die immer nur deshlab dasselbe sagen, weil sie nicht verstehen von was sie reden und schon daher nicht auf die vorhandene Besorgnis eingehen können. Tut mir leid, der Eindruck entsteht… .
Also, da sind noch einige wichtige Fragen zu klären, bevor es im September zur Wahl geht und dann hoffentlich wieder alles besser wird.

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