You are currently browsing the tag archive for the 'Course' tag.

Dass man einer Kultur näher kommt, indem man dessen Sprache spricht (oder es zumindest versucht ;-) ), sollte hinlänglich bekannt sein. Allein schon deswegen, weil man in der Lage ist mit den Trägern der Kultur zu kommunizieren. Mal von den tausend Sachen abgesehen, die sich durch Wortherkunft, Aussprache u.s.w. sonst noch finden lassen.

Aber allein schon ein Sprachkurs, geleitet durch einen Angehörigen (oder im meinem Fall eine Angehörige) der kennenzulernenden Sprache und Kultur, kann in kürzester Zeit tiefe Einblicke ermöglichen. Nun ist es nicht so, dass ich vorher nichts gewusst hätte, aber was ich diese Woche komprimiert an Informationen über die schwedische Gesellschaft aufgenommen habe, wiegt das Bisherige fast schon auf. :D

Um mal konkret zu werden, wie ich schon gesagt hatte, hat Schweden eine ziemlich hohe Scheidungsrate, aber dass diese so hoch ist, hätte ich dann doch nicht gedacht, über 50%! Dann gibt es 7 Wörter (aber es wurde wohl schon ein neues Wort ausgesprochen) die in sich schon beschreiben, in welcher Beziehung zu anderen Menschen, fast ähnlich dem Familienstand, man lebt. Ein(e) Sambo z.B. ist jemand der\die mit einem\einer anderen zusammen lebt. Ein(e) Mambo ist eine Person die bei ihrer Mutter lebt. Ein(e) Delsbo ist eine Person die nur ab und zu zusammen mit einer anderen Person lebt und so weiter und so fort… . Na ja, und außerdem lernt man, dass die Ehe im Schwedischen Gift heißt und außerdem noch die vom Deutschen her bekannte Wortbedeutung besitzt (was wiederum die Scheidungsrate erklären könnte).

Mal davon abgesehen macht der Sprachkurs bisher ziemlich viel Spaß! Ich fahre immer nach der Arbeit zum Kurs, denn er Beginnt um 18.30 und endet um 21.00 Uhr. Wir sind eine ziemlich bunt gemischte Truppe, die aus folgenden Ländern stammt: Australien, Deutschland, Großbritannien, Indien, Niederlanden, Polen, Russland, der Slowakei und einem Land das ich nicht verstanden habe. Mal schauen, was sich daraus noch so ergibt… .

Nun wünsche ich jedoch dem wertgeschätzten Leser einen guten Start in ein hoffentlich erholsames Wochenende!

Bis denne!!! Hej då!!!

…und dann noch versucht die Meere zu befahren, dann ist der Untergang vorprogrammiert. Bisher hatte ich noch keine Zeit, die Seetauglichkeit von Knäckebrot einer näheren Untersuchung zu unterziehen (zu gegebenen Anlass, bei Knäckebrotüberschuss und zuviel Zeit werde ich das nachreichen), aber darum geht es ja jetzt eigentlich auch gar nicht, denn das Vasa-Museum stellt ja kein Knäcke sondern ein Schiff aus.

Dabei handelt es sich um die Vasa, ein Schiff das Anfang des 17 Jhr. auf Stapel gelegt wurde und nach 3 Jahren Bauzeit bei seiner Jungfernfahrt kenterte und dabei zwischen 30 und 40 Menschen mit in die Tiefe zog. 1961 wurde das Schiff gehoben und ist nun im dazugehörigen Museum zu besichtigen.

Das Museum ist unglaublich dunkel, da kaum Tageslicht eindringen kann. Ich vermute, dass dies dem Schiff geschuldet ist, um es besser erhalten zu können. Was dies für’s fotografieren beudetet, kann man sich vorstellen, denn mit dem kameraeigenen Blitz ist da nicht mehr viel zu machen und ohne Blitz verwackeln die Bilder leicht. Die meisten wissen ja, dass ich zwei unruhige Hände besitze, daher bitte ich die Qualität der Bilder zu entschuldigen.

Die Ausstellung an sich ist sehr schön. Man kann eine Menge Exponate und Originalteile besichtigen, wird aber dennoch nicht von ihnen erschlagen. Dazu kommt noch, dass das Museum quasi ein riesiger Raum ist, in dessen Mittelpunkt sich das Schiff befindet. So kann man in Ruhe zwischen den Exponaten hin- und her schlendern und hat dabei immer das große Original im Blick. Filme und Führungen runden das Ganze dann ab.

Irgendwas muss ich trotzdem verpasst haben, denn ich musste nochmal nachschlagen, um sicher zu gehen, dass ich verstanden habe, was denn da eigentlich passiert ist. Wahrscheinlich muss man dazu die Filme gesehen haben. :D Na ja, um es auf den Punkt zu bringen, eine Reihe von Fehlentscheidungen haben die Statik des Schiffes dermaßen verändert, dass es einfach umgekippt und gekentert ist. Nicht der beste Start für ein Prestigeprojekt.

Na nun denn, in Stockholm hat es heute fast den ganzen Tag geregnet oder gestürmt. Ich werde trotzdem jetzt nochmal rausgehen und den Veranstaltungsort aufsuchen, an dem Morgen mein Sprachunterricht beginnen wird, damit da ja auch nichts schief geht.

Bis denne!!! Hej då!!!